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Blog-Track und Trackback, FRoSTa

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation,Marketing — silkester at 10:40 am on Mittwoch, November 23, 2005

Weblogs sind Gespräche am Gartenzaun von Bloggersdorf und wie das so ist, eine gute Geschichte verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Die Richtigstellung dagegen läuft zäh und zäher … Worum geht’s?

Alles fing damit an, dass mutig ein Pionieer-Blogger in der Szene auftrat. Ein “echtes” deutsches Unternehmen bloggt. Auf ein Podest gehoben, muss nun also das Blog von FRoSTa unter vielen vielen Augen der Blogosphäre bestehen. Da kann es gar nicht ausbleiben, dass ein kleiner Irrtum große Wirkung zeigt.

Am 18. November 2005 stolpert FRoSTa über die fehlende Trennschärfe von biologisch und natürlich im deutschen Lebensmittelrecht. Nachzulesen bei Finanso.

Bionade ebenso wie FRoSTa unternehmen große Anstrengungen ihre Produkte in der Nische Natur zu positionieren. Auf der Website von Bionade heißt es:

Die BIONADE GmbH ist ein junges, innovatives Familienunternehmen, das alkoholfreie Erfrischungsgetränke ausschließlich biologisch herstellt und unter der Marke BIONADE vertreibt.

Das Unternehmen wurde 1995 anlässlich der Erfindung von BIONADE gegründet. BIONADE ist das weltweit erste und einzige alkoholfreie Erfrischungsgetränk, das durch Fermentation nach dem Brauprinzip rein biologisch hergestellt wird.

[ … ] Die Marke befindet sich auf dem Wege der Internationalisierung.

Das Unternehmen gilt als Vorbild für ausgefallenes Nischenmarketing und ein innovatives Produkt, das von einem Underdog kam und wie man lesen kann, einen Siegeszug angetreten hat. Über die Produkte heißt es auf der Site:

BIONADE ist das weltweit erste und einzige alkoholfreie Erfrischungsgetränk, das rein biologisch hergestellt wird.
Durch Fermentation natürlicher Rohstoffe ökologischer Qualität. Mit viel Calcium und Magnesium. Und mit natürlichen Essenzen aus Früchten und Kräutern.
BIONADE wirkt isotonisch und erfrischt auf natürlicher Basis. Feinherb fruchtig. Als Holunder, Litschi, Kräuter und jetzt neu: Ingwer-Orange.
Pur oder auf Eis ein erfrischendes Erlebnis.

Vermalledeite natürliche Aromen und
deren fehlende Trennschärfe

Der Volksmund heißt es anders als bei Gericht, im Zweifel gegen den Angeklagten. Einmal geschrieben und in die Welt entlassen, war es zu spät. Das Problem, das FRoSTa ganz richtig gesehen hat, ist, dass man durchgestrichenes immer noch lesen kann. Das dabei große Fragezeichen aufkommen ist verständlich. Etwa nicht löschen? Dokumentieren, dass ein Zweifel besteht oder auch nur bestand? So nachvollziehbar der Irrtum und die vorschnelle Publikation der Mitarbeiterin unter dem Blickwinkel heutiger Prozesse in der Lebensmittelindustrie ist, so fatal ist dieser Blickwinkel. Auf manche Dinge will man eigentlich nicht aufmerksam machen. Es gibt Aspekte, die bläst man immer zu gigantischen Elefanten auf. Ich hätte ebenfalls gelöscht und nur darauf verwiesen, dass man etwas gelöscht hätte, da deren Wahrheitsgehalt unbewiesen und zweifelhaft sei und die eigene Leichtfertigkeit in Bezug auf “Man macht das so” bedauerte. Die Lehre Hülle des Beitrages einfach stehen lassen.

Zu spät zu spät zu spät …

Nun wird FRoSTa das nachsehen. Bloggen kann zu einem leidigen Wesen mit erschreckender Eigendynamik werden. Tröstlich nur, dass die meisten so einen Irrtum selbst schon begangen haben. Sie zeigen Verständnis und schließen zumeist ein Unternehmen in ihre Herzen, das einen Irrtum einräumt und zeigt, dass es souverän mit dem Szenario umgehen kann.

In vielen Fällen genügt es ein Trackback zu senden. Bei anderen wird man einen Kommentar hinterlassen müssen. Ohne danach gesucht zu haben, stieß ich auf den Fall hier , hier, hier , hier und hier.

Auf die Richtigstellung stieß ich dann bei FRoSTa, weil es eben aktuell ist. Morgen aber werden diese Beiträge alle unverbunden im Netz stehen und dann ist es gut, wenn in jedem einzelnen Block zumindest ein Hinweis ist, wie die Geschichte ausging.


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(Wer sagt es als erster?)