KMU-Blog

Weblog für Kleinunternehmer und Mittelständler

Was ist ein Blog oder Trackback und was fängt man damit an?

Eintrag abgelegt unter: Außendarstellung,Kommunikation,Werkzeuge — von silkester um 8:39 pm am November 30, 2005

Die Fragen aus dem Titel kann man heute bequem in Seminaren lernen. Das KMU-Blog ist dabei ein kleines Paradepferd, ist es doch so schön neutral und wendet sich ohnehin an die Zielgruppe.

Soweit kein Problem, doch für praktische Übungen bitte ich dann doch ein eigenes Übungsblog aufzumachen. Danke.

Und für all diejenigen, die über diesen Beitrag nun durch die Suchmaschine stolpern, ein wenig ins Thema eingestiegen:

Was ist ein Blog?

A) Technische Definition:

Es ist eine Online-Anwendung (Weblog-Programm), die folgende Eigenschaft mitbringt:

  • Beiträge mit Zeitstempel chrologisch rückwärts anordnen
  • Einfache Formularfelder zur Eingabe von Beiträgen
  • Kommentarfunktionen zur Beteiligung der Leser
  • Meldesysteme um Aktualisierungen in Katalogen
    publique zu machen (Pings)
  • Ausgabe im Homepageformat und
    in dem hochstandardisierten RSS-Format
  • Sende-/Empfängerfunktion von Blogbeitrag zu Blogbeitrag (Trackback)
  • Archivübersichten der vergangenen Beiträge
  • Sortierungsfunktionen nach Kategorieren (Stichworten)
  • Feste unveränderliche Links (Permalinks)
  • sowie die einen oder anderen Zusatzfunktionen wie z.B. freie Verstichwortung (Tagging) der Beiträge, Vereinfachung Video- und Tonaufnahmen einzubinden, Bilder eines Thema, Events als Serie zu integrieren, etc.
Einige Funktionen kurz erklärt

Ping ist ein Sendesignal, das dazu dient, festzustellen, ob eine IP (Internetadresse in Zahlenform) aktiv im Netz erreichbar ist. Die Sender-Adresse eines Pings wird dabei mitgeliefert. Weblogs liefern meist mehr als nur Ping mit ihrer Adresse, es werden auch Titel, URI (Adresszeile im Browsereingabefeld) und einen Textauszug aus dem Beitrag ausgeliefert.
RSS ist ein Format, für das es Dienste und Anwendungen gibt, die feststellen, ob und wann sich etwas auf der Seite verändert hat und geben den Inhalt aus dieser Seite in einem Homepage-Format mit einheitlicher Formatierung wieder. Dadurch lassen sich viele Seiten schnell und effizient überschauen und man kann gezielt die Seiten aufrufen, die neue Beiträge auf diese Weise publique machen.
Trackback ist wie der Ping, hierbei wird an ein anderes Weblog eine Meldung gesendet, die den Sender, URI, Titel und einen Textauszug aus dem bezugnehmenden Beitrag enthält. Das empfangende Weblog gibt zu den Beiträgen eine Adresse aus, an die das Trackback gesendet wird, so dass zusammengehörige Beiträge auch gemeinsam in der Ansicht des Browserfensters stehen.
Permalinks sind Links deren Adresse trotz einer Umsortierung gleich bleiben. Weblogbeiträge sind zunächst auf der Startseite und sind mit der selben Adresse parallel auch in den Kategorien und Archiven gelistet. Gemäß ihrer Konvention bleiben diese eineindeutigen Links zu den Beiträge erhalten.
Blogroll ist eine Linkliste zu weiteren Weblogs (siehe rechts). Gewöhnlich ist dies eine Empfehlung des Weblogautors.
Tagging ist die Verstichwortung des Beitrages mit Links (diese Links enthalten ein Attribut mit der Bezeichnung “tag”) zu Katalogübersichten innerhalb des eigenen Weblogs ebenso wie zu weiteren Diensten in der Peripherie von Weblogs.

Weblog-Peripherie und Werkzeuge

Neben den Content-Management-Funktionen und der einfachen Anwendung sind diese Weblogs noch in einen Set von Peripherie-Anwendungen eingebettet, wie z.B. Katalogdienste, die die aktuellen Beiträge aller Weblogsysteme in ihren Datenbanken sammeln und wieder ausgeben (Technorati, Blogg.de, Feedster, Taggling.de, et allii) andere werten die Popularität von einzelnen Beiträgen und den Angeboten ingesamt aus (Blogstats, Technorati, et allii), Zulieferdienste zu den erstgenannten (Ping-o-matic).

Weblog-Anwendungen gibt es als Dienste: Livejournal, Typepad, Radio Userland, Blogg.de, 20six, twoday, Myblog, …

… und als Standalone-Anwendungen für den eigenen Serverplatz: Movable Type, WordPress, Textpattern, pMaschine, pivot, …

Übersichten über Anbieter, Programme und Dienste: Plastikwiki zu Weblogs-Services und Weblog-Anbieter und umfangreiche kommentierte Liste im Weblogs Compendium (engl.), Jowiki über Anbieter, …
Google hilft hier schnell weiter.

B) Kulturelle Definition:

Das kulturelle Phänomen begann mit einfachen Linklisten in den 90ern, in der besonders gute Internetangebote gesammelt wurden, die man bei der Recherche im Netz fand. Diese Listen wurden öffentlich auf Homepages gemacht und peut a peut gruppierten sich die Autoren mit ähnlichen Interessen und tauschten angeregt ihre Anlaufpunkte auf den Reisen des Internets aus und tauschten sich per Mail aus. Daraus entwickelte sich die Kommentarfunktion und zu den Linklisten gesellten sich weitere Mitteilungen. Es entstand ein Netzwerk von Personen, die ähnlich wie Schiffskapitäne ein Logbuch führten und so nannten sich diese Seiten Weblogs. Da in den Weblogs sehr schnell sich die Kollaboration als ein entscheidendes Merkmal darstellte, kristallisierte sich eine Rücksicht auf die Einträge in anderen Weblogs heraus. So z.B. der Permalink und die Konvention Beiträge auch dann nicht zu löschen, wenn deren Inhalte untragbar sind. In diesen Fällen werden echte Weblogger den Inhalt durch einen Kommentar ersetzen. Ist der Beitrag nur falsch und hat keine negativen Folgen für sich und andere sofern er lesbar bleibt, wird dieser nur durchgestrichen und berichtigt. Irgendwann kamen die ersten Mini-CMS-Anwendungen, um das Führen des Weblogs zu vereinfachen und zu beschleunigen. Da sich Weblogs zunächst in erster Linie im Umfeld von IT-Fachleuten entwickelten und in einem sehr sozialen, kollaborativen Umfeld geprägt von Kooperation verwurzelt sind, waren sehr früh diese Anwendungen als Opensource unter der GNU-Lizenz vorhanden.

Durch die leicht zu bedienenden kostengünstigen Anwendungen, entdeckten auch nicht so technikaffine Menschen, die Möglichkeit sich in dieser Weise auszutauschen. Vor allen Dingen die Angebote fertiger Dienste, bei denen man sich in einem einfachen Formular anmeldet und sofort seinen ersten Weblogeintrag schreiben kann, hat dieser Kultur einen großen Schub gegeben. Hier ist das Urgestein der Weblogdienste Radio Userland zu nennen, aber auch der amerikanische kostenlose Dienst Livejournal trägt einen großen Anteil an dieser kulturellen Entwicklung. In Europa sind die Pioniere von Antville und in Deutschland speziell Blogg.de und 20six zu nennen.

Das Urgestein des Linksammlers in Deutschland ist Jörg Kantel mit dem Schockwellenreiter, doch längst hat sich die Weblogkultur von der reinen Linksammlung wegbewegt. Heute sind es kurze Gedankenfetzen und Links wie bei Heiko Hebig oder kleine Kurzessays und Statements wie bei Martin Röll. Inhalte reichen von einem bunten Allerlei eines ideenreichen Unternehmers wie z.B. Robert Basic mit seinem Basic Thinking bis zu einer Presseschau im Mittelstandsblog eines Verlages, das im Oktober startete. Neben den Unternehmensrelevanten Weblogs siehe auch die Blogroll auf der linken Seite, die einge Webblogs von KMUs aus verschiedenen Branchen enthält, gibt es noch eine breite Masse privater Weblogs in allen Altersgruppen und mit jedem Fachgebiet, das sich denken lässt.

Allen Weblogs gemein ist, dass Sie aus dem Alltag berichten, mehr oder minder frei und spontan ihre Beiträge verfassen, sie sich häufig auf Beiträge im Netz beziehen und die Möglichkeit bieten, dass man als Leser der Beiträge seine Meinung äußern kann.

Insbesondere die häufig spontanen Einträge sind zwar von Erfahrung geprägt und damit immer auch mit einem wahren Kern aber nicht fehlerfrei. Da über die Weblogkommentare schnell eine Korrektur gemacht werden kann und im Netz immer jemand existiert, der sich mit diesem speziellen Thema befasst hat und besser auskennt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass genau diese Korrektur in den Kommentaren landet und der Blogautor, seinen Beitrag berichtigen, präzisieren kann. Dies hat den Effekt, dass man bei aller Spontanität, wenn öfter Fehler auftauchen, man anfängt den Beitrag gründlicher vorzubereiten, das eine oder andere nachzusehen. Weblog-Autoren stellen fest, dass sie sich in einem informellen konstanten Lernprozess befinden. Bei der großen Zahl der Beiträge bleibt es nicht aus, dass man auch echte Perlen hinterlässt und hierfür sehr viel Anerkennung erfährt. Meist erkennt man dies an den Backlinks (Links zurück, gemeint ist ein Link auf den eigenen Beitrag), Kommentaren und Trackbacks, die auf den eigenen Beitrag verweisen. Wer häufig solche Beiträge bringt oder geschickt eine Übersicht über diese Kleinode in der Blogszene herausbringt, wird mit häufig vielen Backlinks belohnt und rutscht so in den Statistiken nach oben. Ab einem gewissen Rank verselbständigt sich dieser Effekt, da das Weblog im Fokus so vieler Weblogs steht, dass sich daraus eine höhere Anziehungskraft entwickelt, als die, die man sich aus den besonderen Beiträgen erworben hat. Unpopuläre Weblogs können brillante Beiträge haben und ernten nicht einen Link, da der Beitrag schon im Hintergrund des Archives verschwunden ist, bevor jemand das bemerken könnte.

Wer also nur schreibt ohne sich selbst in die Szene einzubringen, wird unter Umständen nie gefunden und erfährt kaum oder gar keinen positiven Blogeffekt. Wer aber lange genug durchhält hat noch eine Chance durch google und der Tatsache, dass sich mit der Zeit echte Nichenbeiträge ansammeln, die in einem sehr engen Segment seine Fans findet.

Wer sich einbringt und dabei regelmäßig interessante Fundstücke, lesenswerte Beiträge, Amüsantes und Lehrreiches publiziert, wird früher oder später nach oben gespült.

Gerüchte und Medienspektakel um die Weblogszene

Populär wurden Weblogs insbesondere durch Berichte aus Krisengebieten oder weil sie sich aktiv in das politische udn kulturelle Geschehen einbrachten. Stichworte sind hier der amerikanische Wahlkampf um John Kerry, der als Underdog über die Weblogs seine Kampagnenkasse in erstaunlicher Weise auffüllen konnte, die Warblogger aus dem Irak-Krieg, die eine andere Geschichte zu erzählen wussten und die inkubierte Presse bloßstellte, die Blogger aus dem Gebiet der Tsunami und im Umfeld der Geologie, die vor der Presse bereits entscheidende Informationen liefern konnten und auch die Bilder aus dem Londoner Untergrund bei den Anschlägen auf die Londoner U-Bahn. Londoner die nicht betroffen waren, bloggten ein schlichtes “I am OK.” und informierten ihre Leser weltweit. Auch bei dem Tropensturm Katarina stellten die Blogs eine zweite Informationsquelle.

Spannend an den Blogs ist immer die andere Sicht. Die Sicht aus dem Blickwinkel des Mitmenschen wie Du und ich. Die Sicht ohne den Gatekeeper-Filter. Es ist diese rohe ungeschliffene und alltägliche Publikationsform, die solch eine Anziehungskraft hat. Zusammen mit der Presse ergeben sie ein rundes Bild. In Weblogs geht es um Geschichten erzählen, um Meinungsäußerungen, um das Mitmachen und sich einbringen.

Haben sich Blogger in das kulturelle Geschehen eingemischt, dann geht es darum, dass ein Teil der Bevölkerung mit Ereignissen, Kampagnen oder Investitionen nicht einverstanden sind. So zum Beispiel im Ver.di-Blog die Personalpolitik der Billigmärkte oder bei der Deutschland-Kampagne mit dem gewissen Tenor. Dass diese Weblogger gehört werden, ergibt sich aus der Struktur des Netzes. Dort wo sie den menschlichen Filter für Suchmaschinen bieten und eine Konzentration der Netzknoten (Links auf eine bestimmte Seite) bilden muss zwangsläufig etwas sein, das von allgemeinen Intresse ist und eine hohe Qualität bietet. Da Suchmaschinen nur dann regelmäßig genutzt werden, wenn Suchergebnisse auch qualitative Treffer bieten, war es nur eine logische Konsequenz, dass Weblogs in diesen Indizierungsprozess einbezogen wurden. Dies blieb Bloggern nicht verborgen und das Koketieren aber auch der bewusste Einsatz dieser Macht im Netz spüren wir und erzeugte auch einige Aufregung. In aller Regel ist aber das Verantwortungsbewusstsein so groß, dass diese Macht nicht allzu leichtfertig missbraucht wird. Zumindest nicht von der Mehrheit der Blogger und vor allem unter den einflussreichen Bloggern und die braucht es, um wirklich einen eindruckvollen Effekt zu erzeugen.

Eindrucksvolle Ereignisse in der Blogszene

Das erste Mal, dass ich einen Blogger beobachtete, wie er seine Macht nutzte, war als der Schockwellenreiter eine Abmahnung für einen Link von einem Verlag erhielt. Google-Ergebnisse zum Verlag sprachen Bände und es führte zu einem Vergleich zugunsten des Schockwellenreiters. Einen Link müsste ich sehr mühevoll recherchieren, eine einfache Suche brachte keine Erfolg, vielleicht ist es auch schon im Datennirvana. Hab ihn: Empörend! Suhrkamp-Verlag treibt Blogger in den Ruin! und in Heise und schließlich das Happy End im Schockwellenreiter: Ihr könnt wieder Bücher von Suhrkamp kaufen!.

Ein anderes Beispiel war ähnlich wie im Schwarzbuch des Ver.di-Verlages noch vor dem Schwarzbuch der Fall Novitel, bei dem ein Ex-Mitarbeiter sich Luft machte und in erster Linie die Wahl des Bildes einen so durchschlagenden Effekt hatte, dass das Unternehmen in Schwierigkeiten geriet. Hinzukam, dass sich das Unternehmen fremd in dieser neuen Welt mehr als ungeschickt verhielt. Legendär ist der Fall Kryptonite (Siehe z.B. Beitrag bei Martin Röll) oder der erste durchschlagende Effekt in Deutschland mit Jamba, der im Spreeblick seinen Ausgang nahm. Der Spreeblick, damals noch ein “einsamer Blogger mit einer guten Schreibe” heute der Spreeblick-Verlag machte nur wenige Monate erneut Furore, als er seine Kritik an der Deutschland-Kampagne einiger großer Agenturen und Verlage Anstoß nahm. Noch heute ist die Kampagne, obwohl es den Kampagnen-Slogan als Domain führt in Google nachrangig gelistet.

Dass dem so ist, liegt auch daran, dass Webdesign sich in zwei separaten Strängen entwickelt. Das aber ist eine andere Geschichte. Stellen wir hier und jetzt nur fest, dass Weblogs und Weblogautoren, die auch als Webdienste-Anbieter (Designer und Programmierer) das Netz kennen wie ihre Westentasche und die in Bezug auf Suchmaschinen besseren Techniken nutzen.

526 Bilder und jedes einzelne Bild mit ca. 1.000-12.000 Pageviews in wenigen Wochen, davon nur etwa 0,2% Spam, der Rest Persiflage, kritische Auseinandersetzung und Lust an der Antikampagne, ist ein stolzes Ergebnis, das von einem relativ unbekannten Verlag gegen die Kampagne einiger Giganten im Verlags- und Agenturwesen. Die Aufregung über diese Gegenkampagne war schon abgeebbt, als in Foren und Blogs ein Bild auftauchte, das eigentlich ein Zeitungsverlag in Ludwigshafen hätte zur Kenntnis bringen sollen, die aber aus Desintresse oder bester Lobby-Loyalität darauf verzichtete. Dieses Bild hat im In- und Ausland eine Diskussion angestoßen, die die Initiatoren überwunden glaubten. Darf Deutschland ein Nationalgefühl in dieser Form zur Schau tragen oder ist die Zeit in Sack und Asche in der wir allenfalls Weltmeister und vielleicht auch Papst sein dürfen aber eben nicht Deutschland noch nicht vorbei? Auf diese Frage will ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen. Mögen andere diese Frage an anderer Stelle klären.

Die Frage beschäftigt die Menschen und so wie ein Teil schon von Anfang an sich auf ihre ganz eigene Weise mit der Kampagne auseinandergesetzt hat so ist auch die Diskussion um dieses Bild und diese Kampagne ein Ausdruck dessen, was ohnehin Gesprächsstoff in der Bevölkerung ist. Weblogs sind die Fortsetzung dieser Gespräche im Netz in Schriftform.

Wieso sollte das ein Unternehmen interessieren?

Es gibt kaum ein effektiveres Instrument um Gespräche anzustoßen. So wie zum Beispiel in dem kürzlich im Frosta-Blog angestoßen Fall Bionade. Bionade hätte im Fall der Gatekeeper-Verlagswelt auf der dritten Seite eine Gegendarstellung erhalten, den nur noch ein kleiner Prozentsatz der Leser, die den ersten Bericht wahrnahmen, entdecken. Im Fall der Weblogs ist die Gegendarstellung gleichrangig vorhanden und einige bekennende Bionade-Fans mit Weblog erhielten ein kleines Dankeschön für ihr Engagement für die Firma. Nicht jeder mag das Getränk, wie man im Internet in Weblogs auch lesen kann, aber ich mag auch keine Coca Cola, wie man jetzt im Netz lesen kann und dennoch ist Coca Cola Marktführer auf dem Getränkemarkt. Wichtiger und entscheidender ist, dass Bionade und Frosta das Gespräch nicht abgebrochen haben und deutlich transparent für jeden ersichtlich Unternehmen und Getränkefans zu Wort kommen und das Getränk an Renomée gewonnen hat.

Ob die Weblog-Welt noch so lange intakt bleibt, ist mehr als fraglich. Es wäre zu wünschen, dass Weblog-Autoren mit guter Reputation von Splogs (Weblogs die reine datenbankgenerierte Werbe-Einträge, sinnlose Wortlisten und Links, etc. enthalten und Suchergebnisse verunreinigen) und zwielichter PR-Inszenierungen zu unterscheiden sind.

Wer sich aktuell noch darauf einlässt und es nicht mit Litfasssäulen verwechselt, sondern das Angebot des Gespräches ernst nimmt, kann eine andere Form der Kundenbeziehung aufnehmen. In jedem Fall sollte ein Unternehmen Weblogs im Auge behalten, ob aktiver oder passiver Player in der Szene. Die Szene beobachten ist nicht so schwer. Denn Beiträge zu Ihrem Unternehmen finden Sie in der Regel leicht: diese befinden sich in den vorderen Reihen der Suchmaschinen.

Nachtrag: [[

Trackbackspam und Kommentarspammer

Eben erzählte mir eine Unternehmerin, dass Sie sich nun für eines der Werkzeuge entschieden hätte, aber noch keine Zeit hatte für die Trackback- und Kommentar-Spam-Problematik eine Lösung zu suchen. Die schnelle Lösung hieß “Deaktivierung”. Auch das ist ein Punkt, worin sich passionierte Blogger, die in die Szene eingebettet sind von dem neuen Typ Blogger unterscheiden. Der neue Typ Blogger wie z.B. Stefanie Dann* mit dem BurnoutBlog nutzt ihr Blog nicht um in die Szene einzusteigen. Für Sie ist es in erster Linie eine Möglichkeit das Thema Burnout-Syndrom und dessen Umfeld, Methoden, Ursachen und Präventionsmöglichkeiten publique zu machen und sich als Expertin zu positionieren. Siehe Ihr Interview auf Blogbiz. Nicht eingebettet sein heißt auch, auf der Technikseite nicht auf dem Laufenden zu sein. Hier empfiehlt es sich, für den Service einen passionierten Blogger zu engagieren, der die Technik auf dem aktuellen Stand hält um sich nicht selbst mit einer weiteren Recherche, Pflege zu belasten. Hierbei sollte man darauf achten, welches Blogsystem der Service-Anbieter hat, denn in genau diesem Gebiet wird er die meisten Funktionen und Tricks kennen.

Neben den Massenspammern gibt es auch noch die Einzelgänger-Spammer, die bevorzugt im Umfeld von Multilevel und Ich-AG zu finden sind. Ihnen ist mit Technik kaum bei zukommen. Hier hilft nur Aufklärung (Pranger wirkt).

* Korrekter Weise sollte erwähnt werden, dass Stefanie Dann heute schon zwei Blogs führt und damit in die Gruppe passionierter Blogger übergelaufen ist. ]]

Auswahl der Autorin zum Thema Bloggen …
Hier:

… und anderswo:

Sollten noch Begriffe unklar sein, gerne in den Kommentaren anmerken oder mit Hilfe dieses Beitrages sich selbst helfen. ;)

[Nachtrag]
Was ist ein Blutblogger oder ein expressionistischer Kommentar … Achtung Blutblogger – Sie sind unter uns.


 
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ICR – Unternehmensbewertung unter dem Aspekt des Wissens

Eintrag abgelegt unter: Entwicklung,Organisation — von silkester um 8:37 pm am November 26, 2005

Aufmerksam geworden durch den http://www.akwissensbilanz.org auf den Begriff Wissensbilanz und ein wenig … ich will höflich sein … irritiert von der Darbietung was Wissensbilanz sei habe ich ein wenig weiter gesucht.

Die “Wissensbilanz” geht der Fragen nach, was das Unternehmen im innersten Zusammenhält. Es ist die alte Frage aus dem Faust “Was die Welt im innersten zusammenhält” auf das Unternehmen angewandt. Doch wer ich eine Definition wie die folgende präsentiert, regt erst einmal meinen Widerspruch:

Eine Wissensbilanz ist ein Instrument zur gezielten Darstellung und Entwicklung des Intellektuellen Kapitals einer Organisation. Sie zeigt die Zusammenhänge zwischen den organisationalen Zielen, den Geschäftsprozessen, dem Intellektuellen Kapital (IK) und dem Geschäftserfolg einer Organisation auf und beschreibt diese Elemente mittels Indikatoren.

Das klingt für mich nach viel Berater-Geschwurbel und der Leitfaden, dem diese Interpretation entnommen ist, fängt auch mit sehr zäher Lektüre an. Leitfaden Wissensbilanz PDF.

Ich empfehle da die Seiten zur Wissensbilanz der Reinisch AG, die in dieser Beziehung klarer in der Sprache und damit verständlicher die Inhalte vermittelt. Zum Beispiel geht es in einer Grafik um die Beziehung der folgenden Elemente im Unternehmen: Arbeitsumgebung, Motivation, Wissenstransfer, Mitarbeiterentwicklung, Teamfähigkeit und Vertrauensbasis. Bevor man zur Website der Reinisch AG wechselt kann man diese Begriffe, die ich nun aus der Beziehung herausgenommen habe, für sein eigenes Unternehmen in Beziehung setzen.

Intellectual Capital Report

Und dann zu Reinisch AG gehen und sehen, wie dieses Beziehungsgefüge Wissensbilanz im Bereich Investor Relation für deren Unternehmen umgesetzt wurde.


 
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Tellerrandphobie bei Unternehmern

Eintrag abgelegt unter: Entwicklung,Planung — von silkester um 8:35 pm am

Branchenerfahrung kommt vom Arbeiten in der Branche.

Trotz der beträchtlichen Zahl arbeitsloser Ingenieure können der Studie zufolge viele Unternehmen die freien Stellen nicht besetzen. Das liege meist an den mangelnden Branchenkenntnissen der Bewerber, so der Verband Deutscher Ingenieure; weitere Einstellungshindernisse seien zu geringe Qualifikation und mangelnde Berufserfahrung.

Quelle: IHK: >> VDI: Ingenieurmangel trifft vor allem den Mittelstand, Bewerber haben häufig Defizite bei den Branchenkenntnissen

Sicherlich fehlen den Ingenieuren, die eine Branche wechseln beklakte Branchenkenntnisse und insbesondere branchenspezifisches Fachwissen, doch Innovation sollte man nicht das Wesen von Innovation außer acht lassen.

Schließlich sind die größten Erfindungen von Menschen gemacht worden, die Disziplinen vermischten und sich Anleihen schamlos aus allen Bereichen des Lebens und der Wissenschaft geholt haben.

Seine Tellerrandphobie zu pflegen und auf brancheninterne Ingenieure zu insistieren, könnte zwar außergewöhnliche Kenntnisse in den bislang gewohnten Denkpfaden hervorbringen, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass man dann Bester in veralteten Methoden ist. Warum also nicht das Manko annehmen und darin die Chance erkennen?


 
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Frosta und Bionade 2. Teil

Eintrag abgelegt unter: Kooperation — von silkester um 8:33 pm am November 25, 2005

Das Blog als Kuppler: Bionade spricht mit Frost, weil man bei dieser Angelegenheit kein Fass aufmachte, sondern lieber miteinander sprach. Das Schöne daran, nun kommen evtl. zwei Kooperationspartner zusammen, die gemeinsam Erfahrungen tauschen und auch ihre Märkte vergrößern. Schließlich haben beide zusammen vermutlich mehr Kontakte und sie bringen gemeinsam auch eine stolzeren Marktanteil zustande im Bereich Bio-Produkte.

Das freut natürlich das Bloggerherz. Das ist heute noch eine Meldung wert, morgen ist es ganz unspektulär unser Alltag. Bei dem Blogbusiness kann es gar nicht anders sein, als dass früher oder später die, die sich für die gleichen Themen stark machen, begegnen. So entstehen zunächst lose Themencluster und aus diesen Kooperationen und enge Bündnisse. Und selbst wenn Bionade und Frosta nun feststellen sollten, dass sich keine gemeinsame Ebene finden ließe, zeigt es den Mechanismus. Auch wenn man diesen nicht unbedingt mit Blogenten iniziieren sollte und immer muss.

Apropos Blogente … vielleicht sollte man auch der einseitigen Ankündigung nicht allzuviel Bedeutung beimessen. Schließlich könnte ich auch schreiben, dass ich mich nun bezüglich des KMU-Blogs mit dem Medien(Ex)Kanzler treffen will. Daran ist kein Wort gelogen, stellt sich nun nur die Frage, wie es mit dem Grad der Wahrscheinlichkeit aussieht und selbst wenn ich Groupie-Raffinesse besäße … Soviel zur Sache Namedroping. Kommt die Sache mit dem Ruf und dem Gestank, der abfärbt, wenn man sich ins mit dem reudigen Rudel sehen lässt. “Huch, link mich nicht. Nenne meine Namen nicht. SIE kenne ich nicht!” Man könnte ja was bei denken. Lieber distanziert man sich vorsorglich. Am besten auch von sich selbst. Könnte ja sein, dass die Erfahrung von zwei Gästen in einem Bistro in Hamburg mit dem Frosta unternehmen gleichgesetzt wird.

Nachtrag: Inszwischen sind die Kisten Bionade mit dem Dankeschön an die Fans des Getränks, die auf den Fehler aufmerksam gemacht hatten ausgeliefert und Blogger berichten.


 
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Eintrag abgelegt unter: Kooperation

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Schweizer Medienarbeit mit KMU

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation — von silkester um 8:25 pm am

Ich bekam heute morgen einen Linktipp von der Autorin Daniela A. Caviglia zu ihrem kostenlosen eBook “Medienarbeit mit KMU”. Gerne gebe ich den Tipp an dieser Stelle weiter. Ich habe den Text nur grob überflogen. Also kein Werturteil in die eine oder die andere Richtung – einfach selber schauen: Medienarbeit mit KMU

Ich danke für den Hinweis per Mail.

Beim Überfliegen stieß ich auf diesen Satz im “eBook”:

[ … ] Denn Zeitungsredaktionen
sind an echten Informationen
interessiert, welche ihrer
Leserschaft Nutzen bringen.

Das glaub ich gern, dass sich Redaktionen an guten Fachinformationen von Kleinstunternehmern freuen, erspart es doch so manches mal den Fachjournalisten.

Am Rande: Das Wort “eBook” ist etwas hoch gegriffen für neun Seiten. So ein PDFle wird mit dem eBook schwer geadelt. Es ist wohl allgemeiner Sprachgebrauch, mir kommt es dennoch immer wieder wie Hochstapelei vor.


 
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Strategische Vorteile durch Vertragshoheit

Eintrag abgelegt unter: Kalkulation,Kooperation,Recht Amtlich — von silkester um 10:46 am am November 23, 2005

Wer den Vertrag schreibt, gibt die Grundlage vor. Das verschafft einen wichtigen Vorteil. So oder so ähnlich lautet die Zusammenfassung eines lesenswerten Artikels im Law-Blog zur Vertragshoheit, oder anders ausgedrückt wer den Vertrag aufsetzt gibt den Ton an und zwingt den anderen zum Zugeständnisse machen.

Aufpassen bei der Kalkulation, wer diese Position in der Gesamtbilanz noch nie drin hatte. Die Zweitverwertung eines Vertragsentwurf muss nicht zwingend gegeben werden und auch nicht, dass daraus ein Auftrag entsteht. Bei der Kalkulation des Auftrages sollten diese Aufwändungen im Betriebskostenzuschlag mit berücksichtigt werden. Nicht dass man am Ende einen Sack voller toller Vertragsentwürfe hat und einen einzigen Auftrag, der die aufgelaufenen Kosten des Anwaltes deckt. :D

Das fiese bei der Materie, je unerfahrener, desto schwerer sind diese Kosten abzuschätzen.


 
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Kollision der Sprachräume

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation — von silkester um 10:44 am am

Kein Mensch käme auf die Idee in der berühmt berüchtigten Bosch-Kantine dem Schorsch und dem Egon zu verbieten, in der Nachtschicht sich derbe Witze zu erzählen. Schon wenn der selbe Schorch und der selbe Egon in der Spät- oder Tagschicht arbeiten, ändert sich deren Umgangston. Als ich vor vielen Jahren in den Semesterferien eine Spätschicht in der Boschkantine erleben durfte, hörte ich das erste Mal richtig derbe Witze und leider war ich nicht so klein wie eine Maus, denn als die Kollegen das jungel Mädel (also mich) bemerkten, entschuldigten sie sich für die derben Witze und ich musste trotz aller Versicherung, dass es mir nichts ausmache, auf weitere Witze verzichten (Was habe ich das damals bedauert.). Ich gehörte nicht in das Umfeld, konnte meinerseits keine derben Witze erzählen und störte somit den dort sonst üblichen Sprachgebrauch.

Als nun vor einigen Tagen das Mittelstandblog sich positionierte, da verschwommen die Sprachräume und in der pauschalen Verurteilung stellt dieser Beitrag eine Beleidigung dar. Ich setzte mich auf meine Hände, als ich es bemerkte. “Nur nichts dazu schreiben!” dachte ich bei mir. Der Begriff “Schwanzvergleich” wird in den privaten Blogs gebraucht. Auch wenn diese privaten Blogs nicht immer sauber von Businessblogs zu unterscheiden sind, so ist es doch ein anderes Umfeld und eine andere Sprache, die sich diese Autoren leisten und leisten dürfen.

Der Autor behauptet ja in den Kommentaren und an anderer Stelle, dass er nicht beleidigen und provozieren wolle. Ich weiß nun nicht, was ich hierbei schlimmer finden soll, dass

  • der Journalist Jannot kein Gefühl für Sprachräume hat?
  • (wenn er dieses Sprachgefühl doch hat) auf billige Weise provoziert und seine Integrität mit Füßen tritt?
  • überhaupt in dieser Form mit dem Mittelstandsblog sich abgrenzen will.

Bei der Adaption von neuen Publikationsform verlieren sich schon einmal die Trennschärfen oder verwischt diese ganz bewusst. Nichts desto trotz sollte man bedenken, dass ein _Klick_ weiter ein anderer Raum, ein anderer Autor und ein ganz anderer Umgangston herrscht. Welchen Umgangston man pflegen möchte, bestimmt man weitgehend selbst, in dem man sich auf dieses oder jenes Niveau begibt. Das dümmste was man machen kann, ist sich im Netz im Ton zu vergreifen. Im Internet gibt es ein Gedachtnis, das noch nach Jahren frei zugänglich ist und einem immer wieder um die Ohren knallen kann.

Hitzige Debatten führen ist nicht das Problem, aber nicht zu wissen, wen man adressiert und ob das denjenigen überhaupt interessiert, schon. Die Zielgruppe Unternehmer interessiert es nicht, ob ein paar Blogger eine Statistik über deren Popularität “Schwanzvergleich” nennt. Warum also zerrt Herr Jannot diese Gruppe ins Bild (Zumal er eine Statistik für seine Recherche nimmt, die genau jene zählt, die einen solchen Vergleich wünschen und den Begriff “Schwanzvergleich” hierfür witzig findet. Wer kein Script einbaut, wird von Blogcounter nicht wahrgenommen. Wer in einer Liste überwiegend privater Blogs sucht, wird dort überproportional viele private Blogs finden. Es ist also eine der schlechtesten Statistiken, die man heranziehen kann, um sich der Blogosphäre zu nähern. Aber das will man mit dem Beitrag nicht. Man kanzelt lieber alle in Bausch und Bogen ab und hebt sich selbst auf die Bühne als “das Mehrwertblog”. Wenn also im ersten Satz Polemik angeprangert wird, was versteht Herr Jannot darunter und wie bezeichnet er seinen eigenen Beitrag?

Ist das die Qualität die der “Mehrwert-Blog” zu bieten hat? Ich kann nur hoffen, dass es ein einmaliger Ausrutscher bleibt. Es wäre schade, denn so eine Presseschau ist immer ganz nützlich und kann eine Berreicherung sein. Ob man den versprochenen Mehrwert wird bieten können, zeigt die Zukunft. Den Anfang hat man sich jedenfalls schwer gemacht. So mancher schaut erst gar nicht mehr vorbei. Die Vernetzung der Weblogs durch Permalinks (Siehe Guest Writer Simon Waldman: The Importance of Being Permanent) kann sich gegen einen wenden, oder verhilft zu einer großen Popularität. In der Blogsphäre vereint man dutzende, hunderte Zeiger (Links), die von Güte der Links oder des Beiträges berichten, wenn man es richtig anstellt.


 
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Blog-Track und Trackback, FRoSTa

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation,Marketing — von silkester um 10:40 am am

Weblogs sind Gespräche am Gartenzaun von Bloggersdorf und wie das so ist, eine gute Geschichte verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Die Richtigstellung dagegen läuft zäh und zäher … Worum geht’s?

Alles fing damit an, dass mutig ein Pionieer-Blogger in der Szene auftrat. Ein “echtes” deutsches Unternehmen bloggt. Auf ein Podest gehoben, muss nun also das Blog von FRoSTa unter vielen vielen Augen der Blogosphäre bestehen. Da kann es gar nicht ausbleiben, dass ein kleiner Irrtum große Wirkung zeigt.

Am 18. November 2005 stolpert FRoSTa über die fehlende Trennschärfe von biologisch und natürlich im deutschen Lebensmittelrecht. Nachzulesen bei Finanso.

Bionade ebenso wie FRoSTa unternehmen große Anstrengungen ihre Produkte in der Nische Natur zu positionieren. Auf der Website von Bionade heißt es:

Die BIONADE GmbH ist ein junges, innovatives Familienunternehmen, das alkoholfreie Erfrischungsgetränke ausschließlich biologisch herstellt und unter der Marke BIONADE vertreibt.

Das Unternehmen wurde 1995 anlässlich der Erfindung von BIONADE gegründet. BIONADE ist das weltweit erste und einzige alkoholfreie Erfrischungsgetränk, das durch Fermentation nach dem Brauprinzip rein biologisch hergestellt wird.

[ … ] Die Marke befindet sich auf dem Wege der Internationalisierung.

Das Unternehmen gilt als Vorbild für ausgefallenes Nischenmarketing und ein innovatives Produkt, das von einem Underdog kam und wie man lesen kann, einen Siegeszug angetreten hat. Über die Produkte heißt es auf der Site:

BIONADE ist das weltweit erste und einzige alkoholfreie Erfrischungsgetränk, das rein biologisch hergestellt wird.
Durch Fermentation natürlicher Rohstoffe ökologischer Qualität. Mit viel Calcium und Magnesium. Und mit natürlichen Essenzen aus Früchten und Kräutern.
BIONADE wirkt isotonisch und erfrischt auf natürlicher Basis. Feinherb fruchtig. Als Holunder, Litschi, Kräuter und jetzt neu: Ingwer-Orange.
Pur oder auf Eis ein erfrischendes Erlebnis.

Vermalledeite natürliche Aromen und
deren fehlende Trennschärfe

Der Volksmund heißt es anders als bei Gericht, im Zweifel gegen den Angeklagten. Einmal geschrieben und in die Welt entlassen, war es zu spät. Das Problem, das FRoSTa ganz richtig gesehen hat, ist, dass man durchgestrichenes immer noch lesen kann. Das dabei große Fragezeichen aufkommen ist verständlich. Etwa nicht löschen? Dokumentieren, dass ein Zweifel besteht oder auch nur bestand? So nachvollziehbar der Irrtum und die vorschnelle Publikation der Mitarbeiterin unter dem Blickwinkel heutiger Prozesse in der Lebensmittelindustrie ist, so fatal ist dieser Blickwinkel. Auf manche Dinge will man eigentlich nicht aufmerksam machen. Es gibt Aspekte, die bläst man immer zu gigantischen Elefanten auf. Ich hätte ebenfalls gelöscht und nur darauf verwiesen, dass man etwas gelöscht hätte, da deren Wahrheitsgehalt unbewiesen und zweifelhaft sei und die eigene Leichtfertigkeit in Bezug auf “Man macht das so” bedauerte. Die Lehre Hülle des Beitrages einfach stehen lassen.

Zu spät zu spät zu spät …

Nun wird FRoSTa das nachsehen. Bloggen kann zu einem leidigen Wesen mit erschreckender Eigendynamik werden. Tröstlich nur, dass die meisten so einen Irrtum selbst schon begangen haben. Sie zeigen Verständnis und schließen zumeist ein Unternehmen in ihre Herzen, das einen Irrtum einräumt und zeigt, dass es souverän mit dem Szenario umgehen kann.

In vielen Fällen genügt es ein Trackback zu senden. Bei anderen wird man einen Kommentar hinterlassen müssen. Ohne danach gesucht zu haben, stieß ich auf den Fall hier , hier, hier , hier und hier.

Auf die Richtigstellung stieß ich dann bei FRoSTa, weil es eben aktuell ist. Morgen aber werden diese Beiträge alle unverbunden im Netz stehen und dann ist es gut, wenn in jedem einzelnen Block zumindest ein Hinweis ist, wie die Geschichte ausging.


 
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(Wer sagt es als erster?)

 

eLearning für den Mittelstand

Eintrag abgelegt unter: Entwicklung — von silkester um 10:38 am am November 22, 2005

Das Weiterbildungsblog verweist auf ein lernet.info und der Beschreibung nach ist es Wert vorbei zu schauen:

Die Informationen sind kurz, aber umfassend und auf dem neuesten Stand – es finden sich sowohl Hinweise auf aktuelle Projekte der Qualitätssicherung als auch auf Instrumente der Kompetenzbilanzierung. Und ein Glossar sowie eine Übersicht über die abgeschlossenen LERNET-Projekte. Dazu eine Fülle von Online-Ressourcen und das Versprechen, diese unter www.lernet.info aktuell zuhalten.

Weiterbildungsblog: E-Learning für Mittelstand und öffentliche Verwaltungen


 
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OpenSource Angel-AdSense

Eintrag abgelegt unter: Außendarstellung,Kalkulation — von silkester um 10:34 am am

Manchmal bekommt man viel Schulterklopfen und trotzdem reicht die Unterstützung nicht. Man hat ja Verständnis, dass das Umfeld ebenfalls keine Mittel hat. Wer es schafft andere für seine Idee zu begeistern, kann mit openSource-AdSense von Angels sich eventuell weiterhelfen.

In Adam Kalseys Blog wird jetzt ein Weg vorgestellt, bei dem jeder mit einem Blog und ein wenig AdSense zum Business-Angel werden kann.

Kevin Burton berichtet, er habe innerhalb eines Monats 1.600 Dollar (?so || etwas später: oh ja wohl nicht. Siehe Kommentare.) in die Kasse bekommen.
Quelle: Angel funding through AdSense

Da die Weihnachtszeit naht, ist das auch eine gute Gelegenheit sein AdSense oder doch einen Teil davon seiner favorisierten gemeinnützigen Organisation zu spenden.

Nachtrag:

Bei diesem Beitrag kommen verstärkt Anzeigen, die ich nicht unterstütze, jedoch scheint es ein Augeasstall zu sein. Seien Sie kritisch. Niemand hat etwas zu verschenken, dafür gibt es um so mehr Bauernfänger, Nepper und Schlepper.


 
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