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Tücken der Paketzustellung

Eintrag abgelegt unter: Absicherung — silkester at 11:37 am on Dienstag, Juni 20, 2006

Es ist schon eine Weile her, da drückte mir der nette Mann von der Post ein Paket in die Hand für meinen Nachbarn. Das Dumme nur, mein Nachbar war inzwischen weggezogen. Dumm gelaufen, denn nun hatte ich den Aufwand mit dem Paket, das zunächst einmal zur Abholung einfach nur Bereitstand und das Postit beim Nachbarn unbeachtet blieb. War doch keiner mehr da, der das Postit zu Gesicht bekam. Jenes Erlebnis lehrte mich, für Nachbarn nach Möglichkeit keine Pakete anzunehmen. Zumal ich auch keine Lust habe, die Haftung für die Sendungen an meine Nachbarn zu übernehmen. Weder kann ich beurteilen, ob das Paket sachgerecht verpakt wurde noch ob mir aus der Annahme ein nicht unerheblicher Schaden entsteht, den keine Haftpflichtversicherung übernimmt.

Es ist jene Haftungsfrage, die mich davon abhält meinen Nachbarn oder dem Lieferant den Extraweg abzunehmen.

Paketannahme und Abstellerlaubnis

Neben dem ärgerlichen Erlebnis mit dem Paket des Nachbarns, machte mich auch ein Vorfall bei einer Freundin für das Thema Abstellerlaubnis sensibel.

Sie hat zwei Fälle in ihrem Blog publiziert: “GLS weigert sich, für Transportschaden zu haften” vom 12. Juni 2006 und “GLS-Lieferungen offensichtlich nur theoretisch versichert” vom 6. Juni 2006.

In diesem Zusammenhang ist der Forenbeitrag in der Jurathek beachtenswert. Lektüretipp: Paket zugestellt, aber nicht angekommen…

Apropos: Aus den AGBs eines bekannten Versenders …

Wird eine Nachbarschaftsabgabe durchgeführt, erhält der Adressat eine Benachrichtigungskarte mit einem qualifizierten Hinweis zur Zeit und zum Ort der Übergabe.

Entnommen dem Beitragsstrang in oben verlinktem Forum … ich gehe davon aus, dass auch DHL einen entspechenden Passus hat. Dennoch war in meinem Kasten die beiden letzten Male keine solche Benachrichtigung im Kasten. Kein Problem, oder? Eine gewisse Ausfallquote ist normal und schlägt sich in den Endpreisen nieder … hmpf! Meine Nachbarn waren so nett, der eine per Postit so dass ich das Paket unmittelbar in Empfang nehmen konnte, das zweite mit zwei Tage Verzögerung, denn es war kein Postit an meiner Tür zu finden, weder von der Post noch von der Nachbarin … statt dessen nahm sie den Weg zu mir mehrfach auf sich.

Und noch ein Forenbeitrag zum Thema, diesmal im 123recht.de: Kann sich Logistikunternehmen bei Transportschaden drücken?


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(Wer sagt es als erster?)