KMU-Blog

Weblog für Kleinunternehmer und Mittelständler

Zitat des Tages

Eintrag abgelegt unter: Kalkulation — von silkester um 12:43 pm am Februar 21, 2006

Risikokapital geht dorthin,
wo es riskant ist,
sonst hieße es Sparstrumpf.

Gefunden in der dezentrale im Zweitblog von Mario Sixtus


 
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(Wer sagt es als erster?)

 

Politik • Wirtschaft • Gesellschaft

Eintrag abgelegt unter: Außendarstellung,Kommunikation — von silkester um 12:41 pm am Februar 19, 2006

Im Werbeblogger wird aktuell eine Schweppes-Flasche im Barockteich gezeigt. Nein. nicht die weggeworfene Flasche des Touristen und Schloßbesuchers, sondern eine überdimensionale Flasche, aus der eine Wasserfontaine spritzt. Wenn ich in einem Barock-Ambiente wandle, dann freue ich mich auf ein Stück erhaltene unverfälschte Vergangenheit und ich möchte in der Fantasie in dieser Eposche schwelgen, vor meinem inneren Auge Herren in engen Beinkleidern und Damen in riesengroßen Reifröcken und gepuderte Zweimeterfrisuren lustwandeln sehen. In solche Fantasien bricht eine Wasserfontaine aus einer überdimensionierte Schweppesflasche wie ein Kratzer auf der Schellackplatte ein. Die Dissonanz ist mir unerträglich.

Das geht nicht nur mir so, weswegen die Gesellschaft ihren politischen Vertretern zur Aufgabe gemacht haben Mittel und Wege zu etablieren, dass Kulturstätten vergangener Epochen unverfälscht in sogenannten Kulturdenkmälern erhalten bleiben können. Der Werber freut sich an der Dissonanz, denn heftige Emotionen sind sein verbündeter. Aber ganz ehrlich, ich hätte jetzt eine Party auf dem Piccadilly-Circus oder einem anderen heißen Pflaster mit einer Wasserfontaine im Hochsommer auf die Menschen in Badehosen und Straßenkleidern sich dem kühlen Nass hingeben, passender gefunden.

Die Geschichte wäre auch super gewesen. Man hätte immer noch einen Teil des Erlöses aus dem Verkauf für Kulturdenkmäler stiften können und Zeit, Formensprache und Ort hätten bei der Werbugn auch noch gestimmt. Es wäre fun³. So ist es zumindest für mich nur ein weitere Stein im Plagenmosaik fehlgeleiteter Unternehmenspfilosophie in Sachen Firmenkommunikation und Werbung.

Soweit es mich betrifft bin ich der Meinung auch Unternehmen dürfen eine Extragedanken auf das System verwenden in das sie eingebettet sind und in dem Unternehmensleiter, Arbeiter und Kunden leben. Der Erhalt unsere Öko- und Gesellschaftssystem ist es wert, darüber nachzudenken und dann dazu gehört ein Gedanke an die Optik. Es muss nicht ein Wettbewerb der Häßlichkeit und Gleichgültigkeit sein und man darf ein Gefühl für Zeit, Ort und Formensprache entwickeln UND man muss nicht wirklich immer auf die Vorschrift warten, die einem das eine oder andere verbietet.


 
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(Wer sagt es als erster?)