KMU-Blog

Weblog für Kleinunternehmer und Mittelständler

Underdog PR oder denke strategisch

Eintrag abgelegt unter: Außendarstellung,Kommunikation,Marketing — von silkester um 1:43 pm am September 22, 2007

Vorgestern ging die erste Staffel einer amerikanischen TV-Show zuende – Burn Notice (aktuell für Deutsche ohne privates Pay-TV mit 300 Kanälen – noch – nur im Internet verfügbar). Diese Show nutzt Overvoice und kommentiert wie in einem Trainingsvideo für Spione, warum und wieso etwas passiert, warum und wieso der Held der Serie (ein frischer Ex-Spion) die kommende Strategie verwendet. Auch wenn diese Serie ein reines Feierabendvergnügen (also Brainswitchoff) ist, so wird man beiläufig doch in eine bestimmte Weise zu denken hineingesogen. Heute nun entdecke ich im Netz eben jenes strategische Denken im Geschäftsleben. Das ist einen Link und einen Kommentar wert:

Sex, Rock’n Roll und die Presse

Robert schlägt vor den Marker “von öffentlichem Interesse”, den die Presse Unternehmen wie z.B. eBay gibt, die einen gewissen Umsatz machen und eine bestimmte Kundenzahl besitzen, sprich bei der das Unternehmen nicht mehr der Presse nachläuft, sondern die Presse dem unternehmen nachhechelt. Ein Stripper ist peinlich aber wie die Flitzer im Footballstadium immer wieder ein Bild in der Yellowpress wert. Jene Presse, an der die Masse nicht vorbeiläuft und die größte Breitenwirkung hat. RTL hat einmal mit TuttiFrutti einen ähnlichen Start hingelegt und kämpft bis heute den TuttiFrutti-Flair wieder loszuwerden.

Kleine Fische unter Haien

Was war geschehen? Worum geht es? eBay, das allen bekannte Online-Auktionshaus mit einem nervenden, penetranten Werbeauftritt, wirbt mit jedem Google-Suchbegriff in den “Adwords”, das Quote verspricht. Da hier Maschinenalgorythmen arbeiten und keine Menschen, wird mit viel Unsinn geworben und immer wieder wird hierbei das Wettbewerbsrecht verletzt, was eBay nicht kratzt, solange nur der Return of Investment stimmt. Eine Abmahnung von einem Underdog und noch junges Unternehmen, dessen Suchbegriff und Markenname zeitweilig in google heißläuft und in die eBay-Adword-Kampagne rutscht, wird als notwendige Investition ohne mit der Wimper zu zucken in einem Konzern von der Größe eBays hingenommen. So etwas gehört zum normalen Budget. Außerdem hat man eine eigene Rechtsabteilung, die die Kosten so gering wie möglich hält.

Das Startup in diesem Fall edelight gewinnt kaum, wenn es schlicht abmahnt. Dessen ist sich das Unternehmen bewusst – Aufruf: Sollen wir ebay abmahnen oder aufkaufen?

Ergo werden bessere Optionen gesucht. Als Insentiv für die Web-2.0-Berater aus Pool der Blogger (der longtailSchwarmintelligenz) wird außer dem guten Gefühl, einem Newcomer gegen den großen Fisch geholfen zu haben, nicht viel geboten (mag nach diesem Hinweis noch nachbessert werden ;-) ). Als mehr oder weniger unbeteiligte Beobachterin (ich biete keinen Vorschlag.) ist das schlicht ein Spaß, wie die eingangs erwähnte TV-Show. In jedem Fall ist es wert ein Auge darauf zu werfen und es an dieser Stelle als Denkanstoß zu präsentieren.

Ein letztes noch …

Wer oder Was ist edelight?

edelight ist Deutschlands erstes Shopping- und Geschenke-Portal, das sich vollständig der Idee des Social Shoppings widmet. Auf edelight können Sie Ihre Lieblingsprodukte und Geschenkideen empfehlen, sich Ihre Wünsche erfüllen lassen oder einfach in den persönlichen Empfehlungen anderer Menschen stöbern.

Quelle: Über edelight


 
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(Wer sagt es als erster?)

 

Neues KMU-Blog unter .info

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation — von silkester um 11:53 am am Dezember 1, 2006

Ein weiteres KMU-Blog ist in der Blogosphäre: KMU-Blog.info

Herzlich Willkommen in der Blogosphäre.

Da ich aufgehört habe Umfragen zu Blogs, deren Akzeptanz und Integration ins Unternehmen auszufüllen, ich aber niemanden davon abhalten möchte seine Meinung kund zu tun, kann sich vor Ort beim Dr. Lembke um die URL der Umfrage bemühen.

Generell ist das Weblog noch sehr steril und fühlt sich wie ein Newsticker mit Kommentarfunktion an. Ich persönlich ziehe eine weniger gezügelte Sprache, die den Menschen dahinter und dessen persönliche Meinung erkennen lassen in Weblogs dem PR- und Pressemeldungstil vor.

PR- und Pressemeldungen sind so weichgespült, dass sie selten zum Gespräch einladen. Bloggen ist für mich immer noch die Verschriftlichung des Gespräches. Ergo werde ich Blogs nur als Blogs anerkennen, wenn sie sich für mich wie solche anfühlen — ein Notizzettel, den man anderen zugänglich macht, der dialogisch schreibt, der neben interessanten Links auch spannende Gedankengänge, Überlegungen und persönliche Einschätzungen enthält und vom eigenen Erleben und persönlichen Erfahrungen in der Materie (sachthemenbezogen) berichtet. Der Blogger darf abschweifen; er muss nicht abschweifen.

Noch immer gilt für mich in der ganzen Bloggerei:

“Ich kenne kein effizienteres Werkzeug im Netz, um ohne Reisekosten Fremde zu Freunden zu machen. Ein Weblog ist ein zeitlich rückwärts geordneter Gedankenpfad, auf dem sie die Autoren mitnehmen und die Leser durch ihre Kommentare mitgestalten.”

Quelle: Meine Antwort auf “warum Unternehmer bloggen sollten und es mir soviel Spass macht”, erstmals im Profil dieses Blogs publiziert, als das KMU-Blog noch ein Gemeinschaftsblog war.

Ich schaue sicherlich irgendwann wieder einmal im kmu-blog.info vorbei. Jetzt erst einmal gönne ich dem neuen Blogger die ersten 100 Tage, sich an das Bloggen und die Blogger zu gewöhnen und seinen eigenen Stil zu finden. Laut Daten des Weblogs soll das Weblog schon deutlich länger als 100 Tage am Netz sein. Das wird schon stimmen … auch wenn ich noch in keinem der üblichen Verdächtigen vom KMU-Blog.info je gelesen habe. Vielleicht will Dr. Lembke ja gar kein Blogger in meinem Sinne sein.


 
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(Wer sagt es als erster?)

 

Beschnuppern via Weblog

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation — von silkester um 11:51 am am Oktober 19, 2006

Auch in Deutschland gewinnt das Blog bei Personalentscheidungen an Fahrt:

Derzeit besuchen täglich ca. 150 Besucher den Blog der Ausbildung. Nadine Bader und ich haben während dieser Zeit rund 170 Beiträge geschrieben und ca. 110 Kommentare erhalten. Auch in einigen Vorstellungsgesprächen nehmen die Bewerber Bezug auf den Ausbildungsblog und in Bewerbungen können wir immer häufiger lesen, dass sich unsere Bewerber auch aufgrund der Berichte der kaufm. Auzubildenden in ihrer Berufswahl bestärkt sehen.

Quelle: Festo Ausbildungsblog.de — Ein Jahr Ausbildungsblog

via Webmontag Stuttgart / Teilnehmer vom 23. Oktober


 
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(Wer sagt es als erster?)

 

Verdammtes kleines digitales Telefonmännlein

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation — von silkester um 11:46 am am September 12, 2006

Es ist nicht zu fassen. Je größer das Unternehmen desto größer das Telefonblah, wenn man mit deren Unternehmensvertretern sprechen möchte. Soeben wollte ich mit der Postbank ein Gespräch führen. Erster Kontakt ging über die Post-Filiale von Mensch zu Mensch. Das war der erste Flopp. Geschäftskunden werden von der Postbank nicht mehr persönlich in den Filialen bedient. Diesen steht neben der Online-Präsenz eine E-Mail-Adresse und eine 0180-Nummer zur Verfügung.

Das digitale Telefon-Männlein sortiert zunächst Bestandskunden von Interessenten aus. Ich bin Interessent und sage “weiter”. Mir ist klar es hört mir eine Maschine zu ich achte also darauf, dass ich das ‘w’, das ‘ei’ udn das ‘ter’ deutlicher als sonst ausspreche. Hilft nichts, die Maschine versteht mich nicht ich werde aufgefordert zu wiederholen Bankkontonummer oder ‘weiter’. Ich sage: “Wweiterrrrrr” und rolle das R mit der Zunge am Gaumen.

Nun sortiert das Männlein in “Band-Abhörer” und “Berater Gesprächsuchende”. Ich will einen Berater haben, das erspart mir i.R. viel Blah mit unnützen Werbesprüchlein und den elaboraten, toten, unerträglichen “Werbespeak”, den man bei solchen Band-Informations-Ansagen üblicher Weise geliefert bekommt. Außerdem mag ich ein wenig menschliche Wärme und Interaktion auch in geschäftlichen Dingen. Ich sage: “Berater. ” und natürlich versteht mich das Maschinchen erst beim zweiten Anlauf. Es weist mich noch auf Wartezeiten hin, die ich bei meiner Wahl u.U. zu erdulden hätte und dann schmeisst es mich komplett aus der Leitung.

Bravo. Klasse Service. Na, Mahlzeit … das fängt ja gut an.

Nachgedanken:

Ich weiß nicht, wer die Postbank berät oder wer dieses Politik im Umgang mit Geschäftskunden zu verantworten hat, aber piuh das Kostet Kunden. Weniger Kunden heißt weniger Umsatz, weniger Umsatz heißt Verlust. Sicher rechnet man die tatsächlichen Kosten, die Smalltalk von Berater zu Kunden die Postbank täglich kosten, dann kommen hier Milliardenbeträge raus und da viele Banken Service für den Otto-Normal KMU einstampfen und gegen Null fahren haben diese nur die Wahl zwischen Regen und Traufe, … ich denke dennoch, dass die Rechnung ohne den unentschlossenen Kunden in spe gemacht wurde und derlei Erfahrungen zu einem üblen Ruf beitragen. Miese Entscheidung, soweit ich das beurteile.


 
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(1 Kommentar)

 

KMUs erobern die Blogosphäre

Eintrag abgelegt unter: Intern,Kommunikation — von silkester um 11:17 am am Juni 19, 2006

Immer mehr Unternehmer (KMUs) starten ihr eigenes Weblog. Altblogger wie ich und andere erhalten nun Mails wie diese:

Guten Tag Frau Schümann,

Ihr KMU-Blog gefällt mir gut … habe ihn in meine Blogroll aufgenommen.

Kennen Sie schon den *****************?
– Startseite: www.*****************.de
– Sinn und Zweck:
http://www.**********.de/************/sinn-und-zwecke-des-***…*/
Ist in Ihrer Blogroll noch ein Plätzchen frei?

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.

Viele Grüße
Volker S.

Die Mail fühlt sich an wie eine der vielen Spammails. Eigentlich nicht Wert sich darüber Gedanken zu machen. Der Sender lauscht nicht erst in die Blogosphäre und beteiligt sich an den Gesprächen. Der Sender integriert sich in diesen Fluß der Konversation nicht. Träfe man verspätet bei einer Konferenz auf eine Gruppe, die mitten in einer Debatte ist. Niemand mit einem gewissen Sinn für die Situation ginge her und würde die Personen unterbrechen und dabei auch noch sofort mehrere Personen auffordern sich den Firmenpin des Spätkommers ans Revers zu stecken. Auch dann nicht, wenn an diesem Revers bereits wie ein Ordenband eine ganze Sammlung von Pins hingen.

Mit einem Nicken, einem Blick nimmt man den Ankommenden wahr, sollte er in Technorati über einen Tag in das Blickfeld geraten. Und hört der Neuankömmling zu, so hat er gegebenenfalls etwas zur Unterhaltung beizutragen.

Warum verzichten so viele Neublogger auf eine einfache goldene Regel, wenn man sich in ein neues Umfeld begibt? Was ist aus Information und Orientierung geworden, bevor man wie ein Elefant im Porzellanladen in diesen Kulturkreis einbricht? Und die Blogosphäre ist ein Kulturkreis (Siehe auch: Moe über die Blogosphäre). Ein Weblog eröffnen ist nicht nur, einfach eine weitere Seite im Netz. Das Weblog ist das Bekenntnis zum Gespräch. Nicht dass jeder sofort gehört wird. Das Rauschen in der Blogosphäre ist bereits recht beachtlich. Viele Unternehmer hörten von den erstaunlichen Ergebnissen, die man mit Weblogs erzielen kann. Topranking. Viele eingehende Links. Zusätzliche Portale und Suchmaschinen … Datenbanken, über die die eigene Seite von potentiellen Kunden wahrgenommen wird … man kann das Leuchten in den Augen sehen, bei diesen Flüsterstimmen, von den Wundern der Weblogs.

Ich will und kann nicht jedermanns Freund sein, viele Unternehmen da draussen sind einfach Kundengut, eine Statistik; ein Wert in der Bilanz; ein kalkuliertes Risiko in Bezug auf Verlust, bzw. eine kalkulierte Chance auf Gewinn; der in Mark und Pfennig umgerechnete Aufwand, um hinreichend Kunden zu betreuen, dass das Unternehmen in der Gewinnzone ist.

Doch in meinen Weblogs begegne ich Menschen und unterhalte mich. Ich nehme Beziehungen auf und das Kundengut ist nur ein Nebenprodukt. Mache ich es zum Hauptprodukt, so verliere ich sofort den Kontakt zum Menschen. Nun mag man argumentieren, dass im Business immer nur das Kundengut zählt. Je distanzierter, je sachlicher ich damit umgehe, desto besser für meine Kunden. Sicher ich will mit meinen Kunden keine Ehe führen und die Sachebene ist eine wichtige Ebene, die es im Interesse einer prefessionellen Abwicklung zu wahren gilt.

Doch genausowenig will ich die Ebene mischen. Und ganz besonders will ich nicht in meinem Mailfach Anfragen wie diese haben.

Das KMU-Blog ist eine besondere Adresse und vermutlich sollte ich daraus eine Weblogberatungsstelle für KMUs machen, statt zu versuchen alle Themen der KMUs abzudecken. Was ich ohnehin nicht alleine kann … noch will ich meine Energie von dem aktuellen Projekt nicht abziehen und hier den Richtungswechsel einläuten. Doch mir scheint, ein wenig Benimmregeln und Einführung in die Kultur der Blogosphäre kann nicht schaden. Mal schau’n.

 


 
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(Wer sagt es als erster?)

 

Und die Moral von der Geschicht’: entlasse unzufriedene Kunden aus der Pflicht

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation — von silkester um 12:56 pm am April 6, 2006

Eine bittere Pille nach der anderen durfte Euroweb in den letzten Wochen schlucken. Der Bericht in Heise über die Schlappe vor Gericht hat die Zahl derer, die davon wissen noch erhöht und Begriffe wie “Abzocker” machen Interessenten hellhörig.

In Zeiten des Internets ist es gefährlich Kunden um jeden Preis im Vertrag halten zu wollen.

Soviel kann der Holznagel gar nicht dem Unternehmen bringen, wie er jetzt schon gekostet hat.

via Lawblog


 
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(Wer sagt es als erster?)

 

Politik • Wirtschaft • Gesellschaft

Eintrag abgelegt unter: Außendarstellung,Kommunikation — von silkester um 12:41 pm am Februar 19, 2006

Im Werbeblogger wird aktuell eine Schweppes-Flasche im Barockteich gezeigt. Nein. nicht die weggeworfene Flasche des Touristen und Schloßbesuchers, sondern eine überdimensionale Flasche, aus der eine Wasserfontaine spritzt. Wenn ich in einem Barock-Ambiente wandle, dann freue ich mich auf ein Stück erhaltene unverfälschte Vergangenheit und ich möchte in der Fantasie in dieser Eposche schwelgen, vor meinem inneren Auge Herren in engen Beinkleidern und Damen in riesengroßen Reifröcken und gepuderte Zweimeterfrisuren lustwandeln sehen. In solche Fantasien bricht eine Wasserfontaine aus einer überdimensionierte Schweppesflasche wie ein Kratzer auf der Schellackplatte ein. Die Dissonanz ist mir unerträglich.

Das geht nicht nur mir so, weswegen die Gesellschaft ihren politischen Vertretern zur Aufgabe gemacht haben Mittel und Wege zu etablieren, dass Kulturstätten vergangener Epochen unverfälscht in sogenannten Kulturdenkmälern erhalten bleiben können. Der Werber freut sich an der Dissonanz, denn heftige Emotionen sind sein verbündeter. Aber ganz ehrlich, ich hätte jetzt eine Party auf dem Piccadilly-Circus oder einem anderen heißen Pflaster mit einer Wasserfontaine im Hochsommer auf die Menschen in Badehosen und Straßenkleidern sich dem kühlen Nass hingeben, passender gefunden.

Die Geschichte wäre auch super gewesen. Man hätte immer noch einen Teil des Erlöses aus dem Verkauf für Kulturdenkmäler stiften können und Zeit, Formensprache und Ort hätten bei der Werbugn auch noch gestimmt. Es wäre fun³. So ist es zumindest für mich nur ein weitere Stein im Plagenmosaik fehlgeleiteter Unternehmenspfilosophie in Sachen Firmenkommunikation und Werbung.

Soweit es mich betrifft bin ich der Meinung auch Unternehmen dürfen eine Extragedanken auf das System verwenden in das sie eingebettet sind und in dem Unternehmensleiter, Arbeiter und Kunden leben. Der Erhalt unsere Öko- und Gesellschaftssystem ist es wert, darüber nachzudenken und dann dazu gehört ein Gedanke an die Optik. Es muss nicht ein Wettbewerb der Häßlichkeit und Gleichgültigkeit sein und man darf ein Gefühl für Zeit, Ort und Formensprache entwickeln UND man muss nicht wirklich immer auf die Vorschrift warten, die einem das eine oder andere verbietet.


 
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Eintrag abgelegt unter: Außendarstellung,Kommunikation

(Wer sagt es als erster?)

 

Was ist ein Blog oder Trackback und was fängt man damit an?

Eintrag abgelegt unter: Außendarstellung,Kommunikation,Werkzeuge — von silkester um 8:39 pm am November 30, 2005

Die Fragen aus dem Titel kann man heute bequem in Seminaren lernen. Das KMU-Blog ist dabei ein kleines Paradepferd, ist es doch so schön neutral und wendet sich ohnehin an die Zielgruppe.

Soweit kein Problem, doch für praktische Übungen bitte ich dann doch ein eigenes Übungsblog aufzumachen. Danke.

Und für all diejenigen, die über diesen Beitrag nun durch die Suchmaschine stolpern, ein wenig ins Thema eingestiegen:

Was ist ein Blog?

A) Technische Definition:

Es ist eine Online-Anwendung (Weblog-Programm), die folgende Eigenschaft mitbringt:

  • Beiträge mit Zeitstempel chrologisch rückwärts anordnen
  • Einfache Formularfelder zur Eingabe von Beiträgen
  • Kommentarfunktionen zur Beteiligung der Leser
  • Meldesysteme um Aktualisierungen in Katalogen
    publique zu machen (Pings)
  • Ausgabe im Homepageformat und
    in dem hochstandardisierten RSS-Format
  • Sende-/Empfängerfunktion von Blogbeitrag zu Blogbeitrag (Trackback)
  • Archivübersichten der vergangenen Beiträge
  • Sortierungsfunktionen nach Kategorieren (Stichworten)
  • Feste unveränderliche Links (Permalinks)
  • sowie die einen oder anderen Zusatzfunktionen wie z.B. freie Verstichwortung (Tagging) der Beiträge, Vereinfachung Video- und Tonaufnahmen einzubinden, Bilder eines Thema, Events als Serie zu integrieren, etc.
Einige Funktionen kurz erklärt

Ping ist ein Sendesignal, das dazu dient, festzustellen, ob eine IP (Internetadresse in Zahlenform) aktiv im Netz erreichbar ist. Die Sender-Adresse eines Pings wird dabei mitgeliefert. Weblogs liefern meist mehr als nur Ping mit ihrer Adresse, es werden auch Titel, URI (Adresszeile im Browsereingabefeld) und einen Textauszug aus dem Beitrag ausgeliefert.
RSS ist ein Format, für das es Dienste und Anwendungen gibt, die feststellen, ob und wann sich etwas auf der Seite verändert hat und geben den Inhalt aus dieser Seite in einem Homepage-Format mit einheitlicher Formatierung wieder. Dadurch lassen sich viele Seiten schnell und effizient überschauen und man kann gezielt die Seiten aufrufen, die neue Beiträge auf diese Weise publique machen.
Trackback ist wie der Ping, hierbei wird an ein anderes Weblog eine Meldung gesendet, die den Sender, URI, Titel und einen Textauszug aus dem bezugnehmenden Beitrag enthält. Das empfangende Weblog gibt zu den Beiträgen eine Adresse aus, an die das Trackback gesendet wird, so dass zusammengehörige Beiträge auch gemeinsam in der Ansicht des Browserfensters stehen.
Permalinks sind Links deren Adresse trotz einer Umsortierung gleich bleiben. Weblogbeiträge sind zunächst auf der Startseite und sind mit der selben Adresse parallel auch in den Kategorien und Archiven gelistet. Gemäß ihrer Konvention bleiben diese eineindeutigen Links zu den Beiträge erhalten.
Blogroll ist eine Linkliste zu weiteren Weblogs (siehe rechts). Gewöhnlich ist dies eine Empfehlung des Weblogautors.
Tagging ist die Verstichwortung des Beitrages mit Links (diese Links enthalten ein Attribut mit der Bezeichnung “tag”) zu Katalogübersichten innerhalb des eigenen Weblogs ebenso wie zu weiteren Diensten in der Peripherie von Weblogs.

Weblog-Peripherie und Werkzeuge

Neben den Content-Management-Funktionen und der einfachen Anwendung sind diese Weblogs noch in einen Set von Peripherie-Anwendungen eingebettet, wie z.B. Katalogdienste, die die aktuellen Beiträge aller Weblogsysteme in ihren Datenbanken sammeln und wieder ausgeben (Technorati, Blogg.de, Feedster, Taggling.de, et allii) andere werten die Popularität von einzelnen Beiträgen und den Angeboten ingesamt aus (Blogstats, Technorati, et allii), Zulieferdienste zu den erstgenannten (Ping-o-matic).

Weblog-Anwendungen gibt es als Dienste: Livejournal, Typepad, Radio Userland, Blogg.de, 20six, twoday, Myblog, …

… und als Standalone-Anwendungen für den eigenen Serverplatz: Movable Type, WordPress, Textpattern, pMaschine, pivot, …

Übersichten über Anbieter, Programme und Dienste: Plastikwiki zu Weblogs-Services und Weblog-Anbieter und umfangreiche kommentierte Liste im Weblogs Compendium (engl.), Jowiki über Anbieter, …
Google hilft hier schnell weiter.

B) Kulturelle Definition:

Das kulturelle Phänomen begann mit einfachen Linklisten in den 90ern, in der besonders gute Internetangebote gesammelt wurden, die man bei der Recherche im Netz fand. Diese Listen wurden öffentlich auf Homepages gemacht und peut a peut gruppierten sich die Autoren mit ähnlichen Interessen und tauschten angeregt ihre Anlaufpunkte auf den Reisen des Internets aus und tauschten sich per Mail aus. Daraus entwickelte sich die Kommentarfunktion und zu den Linklisten gesellten sich weitere Mitteilungen. Es entstand ein Netzwerk von Personen, die ähnlich wie Schiffskapitäne ein Logbuch führten und so nannten sich diese Seiten Weblogs. Da in den Weblogs sehr schnell sich die Kollaboration als ein entscheidendes Merkmal darstellte, kristallisierte sich eine Rücksicht auf die Einträge in anderen Weblogs heraus. So z.B. der Permalink und die Konvention Beiträge auch dann nicht zu löschen, wenn deren Inhalte untragbar sind. In diesen Fällen werden echte Weblogger den Inhalt durch einen Kommentar ersetzen. Ist der Beitrag nur falsch und hat keine negativen Folgen für sich und andere sofern er lesbar bleibt, wird dieser nur durchgestrichen und berichtigt. Irgendwann kamen die ersten Mini-CMS-Anwendungen, um das Führen des Weblogs zu vereinfachen und zu beschleunigen. Da sich Weblogs zunächst in erster Linie im Umfeld von IT-Fachleuten entwickelten und in einem sehr sozialen, kollaborativen Umfeld geprägt von Kooperation verwurzelt sind, waren sehr früh diese Anwendungen als Opensource unter der GNU-Lizenz vorhanden.

Durch die leicht zu bedienenden kostengünstigen Anwendungen, entdeckten auch nicht so technikaffine Menschen, die Möglichkeit sich in dieser Weise auszutauschen. Vor allen Dingen die Angebote fertiger Dienste, bei denen man sich in einem einfachen Formular anmeldet und sofort seinen ersten Weblogeintrag schreiben kann, hat dieser Kultur einen großen Schub gegeben. Hier ist das Urgestein der Weblogdienste Radio Userland zu nennen, aber auch der amerikanische kostenlose Dienst Livejournal trägt einen großen Anteil an dieser kulturellen Entwicklung. In Europa sind die Pioniere von Antville und in Deutschland speziell Blogg.de und 20six zu nennen.

Das Urgestein des Linksammlers in Deutschland ist Jörg Kantel mit dem Schockwellenreiter, doch längst hat sich die Weblogkultur von der reinen Linksammlung wegbewegt. Heute sind es kurze Gedankenfetzen und Links wie bei Heiko Hebig oder kleine Kurzessays und Statements wie bei Martin Röll. Inhalte reichen von einem bunten Allerlei eines ideenreichen Unternehmers wie z.B. Robert Basic mit seinem Basic Thinking bis zu einer Presseschau im Mittelstandsblog eines Verlages, das im Oktober startete. Neben den Unternehmensrelevanten Weblogs siehe auch die Blogroll auf der linken Seite, die einge Webblogs von KMUs aus verschiedenen Branchen enthält, gibt es noch eine breite Masse privater Weblogs in allen Altersgruppen und mit jedem Fachgebiet, das sich denken lässt.

Allen Weblogs gemein ist, dass Sie aus dem Alltag berichten, mehr oder minder frei und spontan ihre Beiträge verfassen, sie sich häufig auf Beiträge im Netz beziehen und die Möglichkeit bieten, dass man als Leser der Beiträge seine Meinung äußern kann.

Insbesondere die häufig spontanen Einträge sind zwar von Erfahrung geprägt und damit immer auch mit einem wahren Kern aber nicht fehlerfrei. Da über die Weblogkommentare schnell eine Korrektur gemacht werden kann und im Netz immer jemand existiert, der sich mit diesem speziellen Thema befasst hat und besser auskennt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass genau diese Korrektur in den Kommentaren landet und der Blogautor, seinen Beitrag berichtigen, präzisieren kann. Dies hat den Effekt, dass man bei aller Spontanität, wenn öfter Fehler auftauchen, man anfängt den Beitrag gründlicher vorzubereiten, das eine oder andere nachzusehen. Weblog-Autoren stellen fest, dass sie sich in einem informellen konstanten Lernprozess befinden. Bei der großen Zahl der Beiträge bleibt es nicht aus, dass man auch echte Perlen hinterlässt und hierfür sehr viel Anerkennung erfährt. Meist erkennt man dies an den Backlinks (Links zurück, gemeint ist ein Link auf den eigenen Beitrag), Kommentaren und Trackbacks, die auf den eigenen Beitrag verweisen. Wer häufig solche Beiträge bringt oder geschickt eine Übersicht über diese Kleinode in der Blogszene herausbringt, wird mit häufig vielen Backlinks belohnt und rutscht so in den Statistiken nach oben. Ab einem gewissen Rank verselbständigt sich dieser Effekt, da das Weblog im Fokus so vieler Weblogs steht, dass sich daraus eine höhere Anziehungskraft entwickelt, als die, die man sich aus den besonderen Beiträgen erworben hat. Unpopuläre Weblogs können brillante Beiträge haben und ernten nicht einen Link, da der Beitrag schon im Hintergrund des Archives verschwunden ist, bevor jemand das bemerken könnte.

Wer also nur schreibt ohne sich selbst in die Szene einzubringen, wird unter Umständen nie gefunden und erfährt kaum oder gar keinen positiven Blogeffekt. Wer aber lange genug durchhält hat noch eine Chance durch google und der Tatsache, dass sich mit der Zeit echte Nichenbeiträge ansammeln, die in einem sehr engen Segment seine Fans findet.

Wer sich einbringt und dabei regelmäßig interessante Fundstücke, lesenswerte Beiträge, Amüsantes und Lehrreiches publiziert, wird früher oder später nach oben gespült.

Gerüchte und Medienspektakel um die Weblogszene

Populär wurden Weblogs insbesondere durch Berichte aus Krisengebieten oder weil sie sich aktiv in das politische udn kulturelle Geschehen einbrachten. Stichworte sind hier der amerikanische Wahlkampf um John Kerry, der als Underdog über die Weblogs seine Kampagnenkasse in erstaunlicher Weise auffüllen konnte, die Warblogger aus dem Irak-Krieg, die eine andere Geschichte zu erzählen wussten und die inkubierte Presse bloßstellte, die Blogger aus dem Gebiet der Tsunami und im Umfeld der Geologie, die vor der Presse bereits entscheidende Informationen liefern konnten und auch die Bilder aus dem Londoner Untergrund bei den Anschlägen auf die Londoner U-Bahn. Londoner die nicht betroffen waren, bloggten ein schlichtes “I am OK.” und informierten ihre Leser weltweit. Auch bei dem Tropensturm Katarina stellten die Blogs eine zweite Informationsquelle.

Spannend an den Blogs ist immer die andere Sicht. Die Sicht aus dem Blickwinkel des Mitmenschen wie Du und ich. Die Sicht ohne den Gatekeeper-Filter. Es ist diese rohe ungeschliffene und alltägliche Publikationsform, die solch eine Anziehungskraft hat. Zusammen mit der Presse ergeben sie ein rundes Bild. In Weblogs geht es um Geschichten erzählen, um Meinungsäußerungen, um das Mitmachen und sich einbringen.

Haben sich Blogger in das kulturelle Geschehen eingemischt, dann geht es darum, dass ein Teil der Bevölkerung mit Ereignissen, Kampagnen oder Investitionen nicht einverstanden sind. So zum Beispiel im Ver.di-Blog die Personalpolitik der Billigmärkte oder bei der Deutschland-Kampagne mit dem gewissen Tenor. Dass diese Weblogger gehört werden, ergibt sich aus der Struktur des Netzes. Dort wo sie den menschlichen Filter für Suchmaschinen bieten und eine Konzentration der Netzknoten (Links auf eine bestimmte Seite) bilden muss zwangsläufig etwas sein, das von allgemeinen Intresse ist und eine hohe Qualität bietet. Da Suchmaschinen nur dann regelmäßig genutzt werden, wenn Suchergebnisse auch qualitative Treffer bieten, war es nur eine logische Konsequenz, dass Weblogs in diesen Indizierungsprozess einbezogen wurden. Dies blieb Bloggern nicht verborgen und das Koketieren aber auch der bewusste Einsatz dieser Macht im Netz spüren wir und erzeugte auch einige Aufregung. In aller Regel ist aber das Verantwortungsbewusstsein so groß, dass diese Macht nicht allzu leichtfertig missbraucht wird. Zumindest nicht von der Mehrheit der Blogger und vor allem unter den einflussreichen Bloggern und die braucht es, um wirklich einen eindruckvollen Effekt zu erzeugen.

Eindrucksvolle Ereignisse in der Blogszene

Das erste Mal, dass ich einen Blogger beobachtete, wie er seine Macht nutzte, war als der Schockwellenreiter eine Abmahnung für einen Link von einem Verlag erhielt. Google-Ergebnisse zum Verlag sprachen Bände und es führte zu einem Vergleich zugunsten des Schockwellenreiters. Einen Link müsste ich sehr mühevoll recherchieren, eine einfache Suche brachte keine Erfolg, vielleicht ist es auch schon im Datennirvana. Hab ihn: Empörend! Suhrkamp-Verlag treibt Blogger in den Ruin! und in Heise und schließlich das Happy End im Schockwellenreiter: Ihr könnt wieder Bücher von Suhrkamp kaufen!.

Ein anderes Beispiel war ähnlich wie im Schwarzbuch des Ver.di-Verlages noch vor dem Schwarzbuch der Fall Novitel, bei dem ein Ex-Mitarbeiter sich Luft machte und in erster Linie die Wahl des Bildes einen so durchschlagenden Effekt hatte, dass das Unternehmen in Schwierigkeiten geriet. Hinzukam, dass sich das Unternehmen fremd in dieser neuen Welt mehr als ungeschickt verhielt. Legendär ist der Fall Kryptonite (Siehe z.B. Beitrag bei Martin Röll) oder der erste durchschlagende Effekt in Deutschland mit Jamba, der im Spreeblick seinen Ausgang nahm. Der Spreeblick, damals noch ein “einsamer Blogger mit einer guten Schreibe” heute der Spreeblick-Verlag machte nur wenige Monate erneut Furore, als er seine Kritik an der Deutschland-Kampagne einiger großer Agenturen und Verlage Anstoß nahm. Noch heute ist die Kampagne, obwohl es den Kampagnen-Slogan als Domain führt in Google nachrangig gelistet.

Dass dem so ist, liegt auch daran, dass Webdesign sich in zwei separaten Strängen entwickelt. Das aber ist eine andere Geschichte. Stellen wir hier und jetzt nur fest, dass Weblogs und Weblogautoren, die auch als Webdienste-Anbieter (Designer und Programmierer) das Netz kennen wie ihre Westentasche und die in Bezug auf Suchmaschinen besseren Techniken nutzen.

526 Bilder und jedes einzelne Bild mit ca. 1.000-12.000 Pageviews in wenigen Wochen, davon nur etwa 0,2% Spam, der Rest Persiflage, kritische Auseinandersetzung und Lust an der Antikampagne, ist ein stolzes Ergebnis, das von einem relativ unbekannten Verlag gegen die Kampagne einiger Giganten im Verlags- und Agenturwesen. Die Aufregung über diese Gegenkampagne war schon abgeebbt, als in Foren und Blogs ein Bild auftauchte, das eigentlich ein Zeitungsverlag in Ludwigshafen hätte zur Kenntnis bringen sollen, die aber aus Desintresse oder bester Lobby-Loyalität darauf verzichtete. Dieses Bild hat im In- und Ausland eine Diskussion angestoßen, die die Initiatoren überwunden glaubten. Darf Deutschland ein Nationalgefühl in dieser Form zur Schau tragen oder ist die Zeit in Sack und Asche in der wir allenfalls Weltmeister und vielleicht auch Papst sein dürfen aber eben nicht Deutschland noch nicht vorbei? Auf diese Frage will ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen. Mögen andere diese Frage an anderer Stelle klären.

Die Frage beschäftigt die Menschen und so wie ein Teil schon von Anfang an sich auf ihre ganz eigene Weise mit der Kampagne auseinandergesetzt hat so ist auch die Diskussion um dieses Bild und diese Kampagne ein Ausdruck dessen, was ohnehin Gesprächsstoff in der Bevölkerung ist. Weblogs sind die Fortsetzung dieser Gespräche im Netz in Schriftform.

Wieso sollte das ein Unternehmen interessieren?

Es gibt kaum ein effektiveres Instrument um Gespräche anzustoßen. So wie zum Beispiel in dem kürzlich im Frosta-Blog angestoßen Fall Bionade. Bionade hätte im Fall der Gatekeeper-Verlagswelt auf der dritten Seite eine Gegendarstellung erhalten, den nur noch ein kleiner Prozentsatz der Leser, die den ersten Bericht wahrnahmen, entdecken. Im Fall der Weblogs ist die Gegendarstellung gleichrangig vorhanden und einige bekennende Bionade-Fans mit Weblog erhielten ein kleines Dankeschön für ihr Engagement für die Firma. Nicht jeder mag das Getränk, wie man im Internet in Weblogs auch lesen kann, aber ich mag auch keine Coca Cola, wie man jetzt im Netz lesen kann und dennoch ist Coca Cola Marktführer auf dem Getränkemarkt. Wichtiger und entscheidender ist, dass Bionade und Frosta das Gespräch nicht abgebrochen haben und deutlich transparent für jeden ersichtlich Unternehmen und Getränkefans zu Wort kommen und das Getränk an Renomée gewonnen hat.

Ob die Weblog-Welt noch so lange intakt bleibt, ist mehr als fraglich. Es wäre zu wünschen, dass Weblog-Autoren mit guter Reputation von Splogs (Weblogs die reine datenbankgenerierte Werbe-Einträge, sinnlose Wortlisten und Links, etc. enthalten und Suchergebnisse verunreinigen) und zwielichter PR-Inszenierungen zu unterscheiden sind.

Wer sich aktuell noch darauf einlässt und es nicht mit Litfasssäulen verwechselt, sondern das Angebot des Gespräches ernst nimmt, kann eine andere Form der Kundenbeziehung aufnehmen. In jedem Fall sollte ein Unternehmen Weblogs im Auge behalten, ob aktiver oder passiver Player in der Szene. Die Szene beobachten ist nicht so schwer. Denn Beiträge zu Ihrem Unternehmen finden Sie in der Regel leicht: diese befinden sich in den vorderen Reihen der Suchmaschinen.

Nachtrag: [[

Trackbackspam und Kommentarspammer

Eben erzählte mir eine Unternehmerin, dass Sie sich nun für eines der Werkzeuge entschieden hätte, aber noch keine Zeit hatte für die Trackback- und Kommentar-Spam-Problematik eine Lösung zu suchen. Die schnelle Lösung hieß “Deaktivierung”. Auch das ist ein Punkt, worin sich passionierte Blogger, die in die Szene eingebettet sind von dem neuen Typ Blogger unterscheiden. Der neue Typ Blogger wie z.B. Stefanie Dann* mit dem BurnoutBlog nutzt ihr Blog nicht um in die Szene einzusteigen. Für Sie ist es in erster Linie eine Möglichkeit das Thema Burnout-Syndrom und dessen Umfeld, Methoden, Ursachen und Präventionsmöglichkeiten publique zu machen und sich als Expertin zu positionieren. Siehe Ihr Interview auf Blogbiz. Nicht eingebettet sein heißt auch, auf der Technikseite nicht auf dem Laufenden zu sein. Hier empfiehlt es sich, für den Service einen passionierten Blogger zu engagieren, der die Technik auf dem aktuellen Stand hält um sich nicht selbst mit einer weiteren Recherche, Pflege zu belasten. Hierbei sollte man darauf achten, welches Blogsystem der Service-Anbieter hat, denn in genau diesem Gebiet wird er die meisten Funktionen und Tricks kennen.

Neben den Massenspammern gibt es auch noch die Einzelgänger-Spammer, die bevorzugt im Umfeld von Multilevel und Ich-AG zu finden sind. Ihnen ist mit Technik kaum bei zukommen. Hier hilft nur Aufklärung (Pranger wirkt).

* Korrekter Weise sollte erwähnt werden, dass Stefanie Dann heute schon zwei Blogs führt und damit in die Gruppe passionierter Blogger übergelaufen ist. ]]

Auswahl der Autorin zum Thema Bloggen …
Hier:

… und anderswo:

Sollten noch Begriffe unklar sein, gerne in den Kommentaren anmerken oder mit Hilfe dieses Beitrages sich selbst helfen. ;)

[Nachtrag]
Was ist ein Blutblogger oder ein expressionistischer Kommentar … Achtung Blutblogger – Sie sind unter uns.


 
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(Wer sagt es als erster?)

 

Schweizer Medienarbeit mit KMU

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation — von silkester um 8:25 pm am November 25, 2005

Ich bekam heute morgen einen Linktipp von der Autorin Daniela A. Caviglia zu ihrem kostenlosen eBook “Medienarbeit mit KMU”. Gerne gebe ich den Tipp an dieser Stelle weiter. Ich habe den Text nur grob überflogen. Also kein Werturteil in die eine oder die andere Richtung – einfach selber schauen: Medienarbeit mit KMU

Ich danke für den Hinweis per Mail.

Beim Überfliegen stieß ich auf diesen Satz im “eBook”:

[ … ] Denn Zeitungsredaktionen
sind an echten Informationen
interessiert, welche ihrer
Leserschaft Nutzen bringen.

Das glaub ich gern, dass sich Redaktionen an guten Fachinformationen von Kleinstunternehmern freuen, erspart es doch so manches mal den Fachjournalisten.

Am Rande: Das Wort “eBook” ist etwas hoch gegriffen für neun Seiten. So ein PDFle wird mit dem eBook schwer geadelt. Es ist wohl allgemeiner Sprachgebrauch, mir kommt es dennoch immer wieder wie Hochstapelei vor.


 
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(Wer sagt es als erster?)

 

Kollision der Sprachräume

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation — von silkester um 10:44 am am November 23, 2005

Kein Mensch käme auf die Idee in der berühmt berüchtigten Bosch-Kantine dem Schorsch und dem Egon zu verbieten, in der Nachtschicht sich derbe Witze zu erzählen. Schon wenn der selbe Schorch und der selbe Egon in der Spät- oder Tagschicht arbeiten, ändert sich deren Umgangston. Als ich vor vielen Jahren in den Semesterferien eine Spätschicht in der Boschkantine erleben durfte, hörte ich das erste Mal richtig derbe Witze und leider war ich nicht so klein wie eine Maus, denn als die Kollegen das jungel Mädel (also mich) bemerkten, entschuldigten sie sich für die derben Witze und ich musste trotz aller Versicherung, dass es mir nichts ausmache, auf weitere Witze verzichten (Was habe ich das damals bedauert.). Ich gehörte nicht in das Umfeld, konnte meinerseits keine derben Witze erzählen und störte somit den dort sonst üblichen Sprachgebrauch.

Als nun vor einigen Tagen das Mittelstandblog sich positionierte, da verschwommen die Sprachräume und in der pauschalen Verurteilung stellt dieser Beitrag eine Beleidigung dar. Ich setzte mich auf meine Hände, als ich es bemerkte. “Nur nichts dazu schreiben!” dachte ich bei mir. Der Begriff “Schwanzvergleich” wird in den privaten Blogs gebraucht. Auch wenn diese privaten Blogs nicht immer sauber von Businessblogs zu unterscheiden sind, so ist es doch ein anderes Umfeld und eine andere Sprache, die sich diese Autoren leisten und leisten dürfen.

Der Autor behauptet ja in den Kommentaren und an anderer Stelle, dass er nicht beleidigen und provozieren wolle. Ich weiß nun nicht, was ich hierbei schlimmer finden soll, dass

  • der Journalist Jannot kein Gefühl für Sprachräume hat?
  • (wenn er dieses Sprachgefühl doch hat) auf billige Weise provoziert und seine Integrität mit Füßen tritt?
  • überhaupt in dieser Form mit dem Mittelstandsblog sich abgrenzen will.

Bei der Adaption von neuen Publikationsform verlieren sich schon einmal die Trennschärfen oder verwischt diese ganz bewusst. Nichts desto trotz sollte man bedenken, dass ein _Klick_ weiter ein anderer Raum, ein anderer Autor und ein ganz anderer Umgangston herrscht. Welchen Umgangston man pflegen möchte, bestimmt man weitgehend selbst, in dem man sich auf dieses oder jenes Niveau begibt. Das dümmste was man machen kann, ist sich im Netz im Ton zu vergreifen. Im Internet gibt es ein Gedachtnis, das noch nach Jahren frei zugänglich ist und einem immer wieder um die Ohren knallen kann.

Hitzige Debatten führen ist nicht das Problem, aber nicht zu wissen, wen man adressiert und ob das denjenigen überhaupt interessiert, schon. Die Zielgruppe Unternehmer interessiert es nicht, ob ein paar Blogger eine Statistik über deren Popularität “Schwanzvergleich” nennt. Warum also zerrt Herr Jannot diese Gruppe ins Bild (Zumal er eine Statistik für seine Recherche nimmt, die genau jene zählt, die einen solchen Vergleich wünschen und den Begriff “Schwanzvergleich” hierfür witzig findet. Wer kein Script einbaut, wird von Blogcounter nicht wahrgenommen. Wer in einer Liste überwiegend privater Blogs sucht, wird dort überproportional viele private Blogs finden. Es ist also eine der schlechtesten Statistiken, die man heranziehen kann, um sich der Blogosphäre zu nähern. Aber das will man mit dem Beitrag nicht. Man kanzelt lieber alle in Bausch und Bogen ab und hebt sich selbst auf die Bühne als “das Mehrwertblog”. Wenn also im ersten Satz Polemik angeprangert wird, was versteht Herr Jannot darunter und wie bezeichnet er seinen eigenen Beitrag?

Ist das die Qualität die der “Mehrwert-Blog” zu bieten hat? Ich kann nur hoffen, dass es ein einmaliger Ausrutscher bleibt. Es wäre schade, denn so eine Presseschau ist immer ganz nützlich und kann eine Berreicherung sein. Ob man den versprochenen Mehrwert wird bieten können, zeigt die Zukunft. Den Anfang hat man sich jedenfalls schwer gemacht. So mancher schaut erst gar nicht mehr vorbei. Die Vernetzung der Weblogs durch Permalinks (Siehe Guest Writer Simon Waldman: The Importance of Being Permanent) kann sich gegen einen wenden, oder verhilft zu einer großen Popularität. In der Blogsphäre vereint man dutzende, hunderte Zeiger (Links), die von Güte der Links oder des Beiträges berichten, wenn man es richtig anstellt.


 
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