KMU-Blog

Weblog für Kleinunternehmer und Mittelständler

Landgerichtlich als Marke gefestigt, na bravo!

Eintrag abgelegt unter: Marketing,Recht Amtlich — von silkester um 1:08 am am April 24, 2014

Landgerichtlich betrachtet ist die Selbstbezichtigung zu einer psychischen Störung quer über die Brust auf ein T-Shirt geschrieben ein Markenkennzeichen und genießt den Schutz des Markenrechts.

Sehr geehrter Herr LG-Richter,

ist ihnen der Unterschied zwischen einer Selbstbezichtigung und einer Marke bewußt?

Haben sie über diesen Unterschied überhaupt schon einmal nachgedacht? Haben sie über den Wert einer Marke nachgedacht, die in der Öffentlichkeit nicht als Marke, sondern eben als Selbstbezichtigung wahrgenommen wird? Üblicherweise verlieren Marken ihren Markenstatus, wenn sie in der Öffentlichkeit nicht als Marke wahrgenommen werden. Haben sie sich Gedanken gemacht, als sie ihre folgenreiche Unterschrift und den amtlichen Stempel auf den Beschluß setzten, welchen Marktwert eine solche Marke haben kann? Ist eine Marke wirklich schutzwürdig nur weil das Patent- und Markenamt diese ungeprüft eingetragen hat und ein Jahr lang keiner merkte, dass schon wieder eine unwürdige Marke im Register gelandet ist und niemand widersprach?

Wird eine Marke schutzwürdig, weil windige Trittbrettfahrer sich an populäres Kulturgut hängen und auf flüchtigen stark viralen Memes reiten, die den Übergang in kultige Umgangssprache mit hoher Verbreitung schafften? Wird ein Wort unserer Alltagssprache aus dem Duden in jedem Kontext auf Ware gedruckt gleich zur Marke und damit schutzwürdig, allein schon weil es im Markenregister eingetragen ist?

Prüfen sie keine Umsätze, verlangen keine Marktforschungsumfrage oder sonst einen Nachweis, um den Markenwert prüfen bzw. beurteilen zu können? Was macht ein Urteil vor dem Landgericht rechtens, bei einer Marke, deren Widerufsfrist vor dem Patent- und Markenamt kaum einen Monat abgelaufen ist und für das in keinem größeren Medium in all der Zeit seit seiner Anmeldung Werbung gemacht wurde? Hätten sie mich gefragt, ich hätte ihnen sagen können, dass ohne Werbung auf einer sehr Umsatzstarken Webseite der Umsatz gleich Null ist. Der Wunsch nach Selbstbezichtigung war nicht festzustellen, noch lässt sich daraus eine vermeintliche Verwechslungsgefahr mit dem „Markenprodukt“ und ein finanzieller Verlust aus den Umsätzen herleiten. Dieser Umsatz lässt keinen Schluß zu, dass wettbewerbsrechtlich irgendwer irgendwie irgendwen sittenwidrig ausgenutzt hätte. Der Umsatz lässt allerdings stark am veranschlagten Wert der „Marke“ Zweifel aufkommen.

Es kann also wohl nicht der Umsatz sein, es ist nicht das Ranking in Google, es ist nicht die Bekanntheit als Marke, wenn die Marke nicht als Marke wahrgenommen wird. Daran ändert auch ein im Jahr 2000 erschienenes humorvolles Buch mit der psychischen Störung im Titel und eine amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 2009 nichts, die das Googleranking neben Selbsthilfegruppen anführen. Angesichts der Nizzaklassen 16, 18 und 25 sind es kaum die Entwicklungskosten und ohne Werbung ist es auch nicht das Marketingbudget, die den Wert der Marke ausmachen könnten.

Der Träger eines T-Shirts mit der Selbsbezichtigung einer psychischen Störung quer über die Brust will mit Sicherheit kein Statement zur Güte, Qualität und Zugehörigkeit einer Marke in unserer Markengesellschaft machen, wenn die junge Wortmarke mit ähnlichem oder gleichem Wortlaut wie ein Bekenntnis, eine Selbstbezichtigung oder eine populär-/pseudowissenschaftliche Diagnose unserer Alltagssprache lautet. Leisten sie nicht der Monopolisierung der Sprache, der Knebelung der freien Meinungsäußerung und der Unterdrückung des künstlerischen Ausdruck vorschub und werden zum Handlanger einer zweifelhaften Wirtschaftspraxis?

Schützen sie mit Urteilen, bei den vorgenannten Rahmenbedingungen, in denen sie unverhältnismäßig mit einer bis zu einer 1/4 Millionen Euro hohen Vertragsstrafe oder ersatzweise 6 Monaten Haft und im Wiederholungsfall gar mit einem Jahr Haft drohen, wirklich Unternehmer und Wirtschaft oder behindern sie schlimmer als mit den Zollschranken des Mittelalters, die freie Entfaltung der Wirtschaft und verhindern damit am Ende Steuereinnahmen von vielen tausenden Kleinunternehmern. Denn es sind die Kleinunternehmer, die bei einer solchen Bedrohungslage das Handtuch werfen und angesichts der herrschenden Landgerichtspraxis mit der leidigen Anwaltspflicht oft noch vor der Rechtssprechung dem Unrecht vorschub leisten. Ist es nicht blauäugig zu glauben, dass Selbstständigkeit bedeutet, dass man sich einen Streit vor dem Landgericht bei jedem beliebigen Wort, das unter Wortlänge in der Potenz als Variation eben auch als Wortmarke in der eigenen Branche im Registergericht vorkommen kann, austragen könne. Die Streitkosten sind unverhältnismäßig, die Anwaltspflicht nicht selten eine staatlich sanktionierte Nötigung.

Wie ist all dies mit der Würde ihres Amtes vereinbar?
Es zeugt in meinen Augen von einer wenig achtungswürdigen Urteilskraft, wenn ihnen diese Diskrepanzen bei der Unterschrift unter das Urteil nicht aufgefallen sind. Ich möchte glauben, dass sie in ihrem Amt __nicht__ gedankenlos per ewig gleichem Formschreiben diese kleinen Markensachen abstempeln und ewig gleich aburteilen.
Ich will in die Ehrbarkeit des Richteramtes glauben. Das ist nicht leicht, wenn man über die Abmahnpraxis im Markenrecht einmal nachdenkt.

Sind ihnen und Kollegen derart Diskrepanzen in solchen Fällen bewußt und lassen diese wider besseren Wissens grundsätzlich an den Landgerichten zu? Stehen sie wirklich hinter diesen Urteilen, trotz aller Widersprüche? Ist Richtern an Landgerichten ihre Zeit nicht wichtig? Glauben Richter an Landgerichten nicht, dass das Landgericht für andere Aufgaben geschaffen wurde, als Kleinunternehmer in die Markenpfanne zu hauen und Kanzleien mit zweifelhafter Ehrauffassung durchzufüttern? Kann es richtig sein, einen Terminstau durch die Beliebigkeit, mit der Abmahnungsfälle von jeder kleinen 08/15-Marke, die frisch die Widerspruchsfrist hinter sich hat, am Landgericht zugelassen wird? Es beschleicht so manchen der Verdacht, dass das Landgerichte ihre Kassen billig füllen, in dem sie ohne Ansehen alles zulässt, solange nur das Abmahnschreiben der Kanzlei die magische Zahlen 5100 Euro Vertragsstrafe bei 50.000 Euro Markenwert enthält.

Ich frage mich, ob die Dienstaufsichten der Landgerichte nicht tief und fest schlafen, solange dies die gängige Praxis ist und bleibt.

Ein Letztes: nur weil eine Nichtjuristin auf ein Anwaltschreiben antwortet, heißt das noch lange nicht, dass die Nichtjuristin überhaupt für den Schlamassel verantwortlich gemacht werden kann. Sie haben es versäumt im Impressum nachzusehen, wer für das Angebot verantwortlich ist. Sie haben ihre sorgfaltspflicht vernachlässigt, würde ich da sagen. Irren ist menschlich, wenn aber ein Richter einen Beschluß fasst, der nur mit einem Anwalt kostenpflichtig richtig gestellt werden kann, darf man schon erwarten, dass der Richter die Fakten prüft / prüfen lässt.


 
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Underdog PR oder denke strategisch

Eintrag abgelegt unter: Außendarstellung,Kommunikation,Marketing — von silkester um 1:43 pm am September 22, 2007

Vorgestern ging die erste Staffel einer amerikanischen TV-Show zuende – Burn Notice (aktuell für Deutsche ohne privates Pay-TV mit 300 Kanälen – noch – nur im Internet verfügbar). Diese Show nutzt Overvoice und kommentiert wie in einem Trainingsvideo für Spione, warum und wieso etwas passiert, warum und wieso der Held der Serie (ein frischer Ex-Spion) die kommende Strategie verwendet. Auch wenn diese Serie ein reines Feierabendvergnügen (also Brainswitchoff) ist, so wird man beiläufig doch in eine bestimmte Weise zu denken hineingesogen. Heute nun entdecke ich im Netz eben jenes strategische Denken im Geschäftsleben. Das ist einen Link und einen Kommentar wert:

Sex, Rock’n Roll und die Presse

Robert schlägt vor den Marker “von öffentlichem Interesse”, den die Presse Unternehmen wie z.B. eBay gibt, die einen gewissen Umsatz machen und eine bestimmte Kundenzahl besitzen, sprich bei der das Unternehmen nicht mehr der Presse nachläuft, sondern die Presse dem unternehmen nachhechelt. Ein Stripper ist peinlich aber wie die Flitzer im Footballstadium immer wieder ein Bild in der Yellowpress wert. Jene Presse, an der die Masse nicht vorbeiläuft und die größte Breitenwirkung hat. RTL hat einmal mit TuttiFrutti einen ähnlichen Start hingelegt und kämpft bis heute den TuttiFrutti-Flair wieder loszuwerden.

Kleine Fische unter Haien

Was war geschehen? Worum geht es? eBay, das allen bekannte Online-Auktionshaus mit einem nervenden, penetranten Werbeauftritt, wirbt mit jedem Google-Suchbegriff in den “Adwords”, das Quote verspricht. Da hier Maschinenalgorythmen arbeiten und keine Menschen, wird mit viel Unsinn geworben und immer wieder wird hierbei das Wettbewerbsrecht verletzt, was eBay nicht kratzt, solange nur der Return of Investment stimmt. Eine Abmahnung von einem Underdog und noch junges Unternehmen, dessen Suchbegriff und Markenname zeitweilig in google heißläuft und in die eBay-Adword-Kampagne rutscht, wird als notwendige Investition ohne mit der Wimper zu zucken in einem Konzern von der Größe eBays hingenommen. So etwas gehört zum normalen Budget. Außerdem hat man eine eigene Rechtsabteilung, die die Kosten so gering wie möglich hält.

Das Startup in diesem Fall edelight gewinnt kaum, wenn es schlicht abmahnt. Dessen ist sich das Unternehmen bewusst – Aufruf: Sollen wir ebay abmahnen oder aufkaufen?

Ergo werden bessere Optionen gesucht. Als Insentiv für die Web-2.0-Berater aus Pool der Blogger (der longtailSchwarmintelligenz) wird außer dem guten Gefühl, einem Newcomer gegen den großen Fisch geholfen zu haben, nicht viel geboten (mag nach diesem Hinweis noch nachbessert werden ;-) ). Als mehr oder weniger unbeteiligte Beobachterin (ich biete keinen Vorschlag.) ist das schlicht ein Spaß, wie die eingangs erwähnte TV-Show. In jedem Fall ist es wert ein Auge darauf zu werfen und es an dieser Stelle als Denkanstoß zu präsentieren.

Ein letztes noch …

Wer oder Was ist edelight?

edelight ist Deutschlands erstes Shopping- und Geschenke-Portal, das sich vollständig der Idee des Social Shoppings widmet. Auf edelight können Sie Ihre Lieblingsprodukte und Geschenkideen empfehlen, sich Ihre Wünsche erfüllen lassen oder einfach in den persönlichen Empfehlungen anderer Menschen stöbern.

Quelle: Über edelight


 
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Göttergattensubvention

Eintrag abgelegt unter: Kalkulation,Marketing — von silkester um 11:55 am am Dezember 27, 2006

Ein Unternehmen aufbauen ist keine leichte Sache. Da hilft es, wenn man sich wenigstens nicht um den Lebensunterhalt sorgen machen muss. Viele Jungunternehmerinnen könnten also diese Position vollkommen aus ihren Kalkulationen herausnehmen. Eine Position bei der ich Rate, diese in der Kalkulation zu belassen und zwar in letzter Konsequenz. Zwar kann man seine Krankenkasse erfolgreich über Jahre anschwindeln und so kuschelig versorgt in der Familienversicherung verweilen, doch wehe die Krankenkasse geht auf die Jagd nach den schwarzen Schafen. Frau kann sich das monatliche Gehalt stunden und sich über die “Gewinnausschüttung” kurz vorm nächsten Urlaub so richtig freuen.

Schaut man sich aber die Preisgestaltung der einen oder anderen göttergattensubventionierten “Unternehmerin” genauer an, so fragt man sich, wie diese Preise ein tragfähiges Unternehmenskonzept selbst mit diesen Subventionen ergeben.

Bei aller Liebe, auch wenn man die persönlichen Lebenshaltungskosten, Rentenzahlungen und laufenden Mieten ausixt, so fallen immer noch Kosten für das Unternehmen an. Da ist der Computer, der Schreibtisch, die Ecke oder gar das Zimmer im göttergattenfinanzierten Heim, da sind Aufwendungen für Strom und Heizung für diesen Arbeitsbereich, da ist Büromaterial, da sind Fahrtkosten zu Kunden, da sind Schulungsunterlagen, da sind Telekommunikationskosten, Versicherungen zu Haftungsrisiken zu decken, Rücklagen für Rechtsstreitigkeiten zu berücksichtigen und bei aller Liebe zur selbst auferlegten Tätigkeit, warum soll man mit seinem inneren Boss einen geringeren Stundenlohn verabreden als mit jedem anderen externen Boss, der dann auch noch für einen Großteil der Sozialaufwendungen wie Rente und Krankenversicherung aufkommt.

Wären göttergattensubventionierte Unternehmerinnen ehrlich mit sich, so wüssten sie, dass ihr Unternehmen tiefrote Zahlen Jahr aus Jahr ein schreibt.

Kommen wir zur Konkurrenzsituation und zur Marktsituation. Es gibt zwei, drei Felder in denen sich vermehrt Göttergattensubventionen auf Marktpreise auswirken: Bürodienste, Telefonmanagement (Callcenter-Dienste) und Design (Web- und Grafikdesign ).

Durch die Bank, wenn ich diese “Unternehmerinnen” darauf aufmerksam mache, dass ihre Preise nicht marktfähig sind, kommen mir mit der Konkurrenzsituation. Im Sektor Bürodienstleistungen wie z.B. Schreiben nach Diktat, Daten erfassen und derlei Tätigkeiten, heißt diese Konkurrenz Student und deren Stundensätze lassen sich durch Vatis Subventionen leicht erklären. Doch selbst wenn man den Student, der primär in den Semesterferien den Markt überschwemmt berücksichtigt, so ist außerhalb der Semesterferien diese “Schwemme” weg und Frau könnte, würde sie auch nur einen Jota unternehmerisch und solidarisch denken, für den Rest der Zeit mit realistischen marktfähigen Preisen auftreten, die dann auch die saisonale Schwankung des Bedarfs in Bezug auf die Semesterferien in die Kalkulation mit einbeziehen. Statt dessen lassen sich diese Damen der Gesellschaft von Unternehmern genüßlich balbieren. Und ich habe das fiese Lächeln in deren Gesichtern gesehen. Es geht hier nicht darum, dass sich die Unternehmen diese Leistungen zu angemessenen Preisen nicht leisten könnten. Sie sehen nur nicht ein, warum sie ihren eigenen Gewinn schmälern sollten. Sie nutzen schlicht ein Angebot, das diese Damen ihnen machen.

WIR sind verantwortlich, was auf dem Markt erhältlich ist und was nicht. Ich kenne viele Unternehmen, die wollen keine ausländischen Dienstleister anheuern, ja nicht einmal Anbieter aus dem nächsten Bundesland oder aus der 100 Kilometer entfernten Hauptstadt bzw. Kreisstadt. Nicht einmal dann, wenn diese günstiger sind, solange diese Preise sich in einem realistischen Rahmen befinden. Je nach Qualifikation kostet eine Mitarbeiterin in Festanstellung das Unternehmen zwischen 60.000 und 200.000 Euro pro Jahr. Je länger die Mitarbeiterin dem Unternehmen angehört und je mehr Mitarbeiter das Unternehmen insgesamt hat, desto teuerer und schwieriger wird es, diese Mitarbeiterin wieder loszuwerden. Saisonale Spitzen abzufangen oder Leistungen zu beauftragen, die man nur wenig braucht sind also immer günstiger als diese Mitarbeiterkosten. Selbst eine Mitarbeiterin befristet zu beschäftigen zieht einen Rattenschwanz an Kosten über das einfache Gehalt hinaus nach sich. Daraus ergibt sich ein recht großer Verhandlungsspielraum, selbst wenn man keine besonderen Fähigkeiten und damit Seltenheitswert in die Verhandlungen einbringen kann.

Als Selbstständige sollte man sich wirklich nicht unter Wert verkaufen, egal welche zusätzlichen Subventionen man einstreichen kann, wie z.B. Unterhalt, Heim, Familienwagen und Taschengeld ….

PS: Wer mir mit dem Argument in den Markt einkaufen kommt, dem sei gesagt, dass sich in einen Markt mit nicht tragfähigen Preisen einkaufen nur dann Sinn macht, wenn man anschließend mehr oder minder das Monopol hat und die Preise diktieren kann, das heißt auf lange Sicht letztlich satte Gewinne machen wird.


 
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Best Practice — Geschäftsprozesse im Web abbilden

Eintrag abgelegt unter: Kooperation,Marketing — von silkester um 11:48 am am September 29, 2006

Zurück von München freue ich mich ein Unternehmen vorzustellen, das seine Internet-Präsenz aktiv in seine Geschäftsprozesse integriert hat.

Auto Christian GmbH, Unfallinstandsetzung (www.auto-christian.de)

Wer hätte es gedacht, nicht nur Logistikunternehmen und Druckereien liefern den Service einer Auftragsfortschrittsanzeige. Wer sein Auto bei Christian in München hat, kann ebenfalls feststellen wie weit die Arbeit vorangeschritten ist und ob bald mit der Rückkehr des kleinen “Sorgenkindes” Unfallauto zu rechnen ist. Es genügt sich einzuloggen das Autokennzeichen einzugeben.

Auto Christian in München hat Konzerne mit großen Fuhrparks unter Vertrag. Für das Management dieser Konzerne hat Auto Christian Controlling-Bausteine integriert, das die Vergaberichtlinien berücksichtigt.

Und last but not least für die Selbstdarstellung wurden Profifotografen und ein (Werbe-)Dokumentarfilmer engagiert, um dem zukünftigen Kunden einen Eindruck zu verschaffen, auf wen er sich da den einlässt.

Auch schön rüber gekommen ist, dass eine Website nicht per Fingerschnippen entsteht. Das aber ist eine andere Geschichte. Mir jedenfalls hat es gut getan mal wieder einen Mittelständler zu treffen, der über die Möglichkeiten seine Webpräsenz in Geschäftsprozesse zu integrieren und Service für seine Kunden anzubieten. Im Falle Fortschrittsanzeige, bedeutet dies eine Entlastung der Mitarbeiter so dass diese für abrechnungsfähige Arbeiten mehr Zeit haben und im Falle der Controlling-Bausteine eine kleine vertrauensbildende Maßnahme, die Kundenbeziehungen festigt.


 
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Die Vertriebspipeline

Eintrag abgelegt unter: Kalkulation,Marketing,Planung — von silkester um 6:46 am am April 4, 2006

Amazon ermöglicht es ganz oder Teilweise wie im Buchladen in Büchern zu blättern. Dabei stieß ich eben in dem Buch Akquisition – Auftrag – Profit. Wie Sie Kunden und Projekte mit Ihren Lösungen gewinnen von Wolf W. Lasko auf die folgende Grafik:

Das Konzept ist mir nicht neu. Es ist in vielen guten Projekt- und Adressverwaltungsdatenbanken umgesetzt. Mal heißt es Vertriebstrichter mal wie hier Pipeline. Es sind die Phasen des Vertriebs. Und hier die Aufwendungen zu notieren macht Sinn, denn nur so kann man kontrollieren, ob sich der Aufwand lohnt oder ob der Vertrieb optimiert werden muss. Schließlich geht es auch beim Vertrieb darum die Arbeitsprozesse zu optimieren und die Antrengungen auf die richtigen Phasen zu verteilen sowie auf die richtigen Ziele zu schießen ohne wie es in dem Buch heißt einen Schwarzen Freitag zu riskieren indem man das Unternehmen von einem einzigen Kunden oder einem einzigen starren Geschäftfeld abhängig macht. beides kann immer von heute auf Morgen wegbrechen und das Unternehmen steht am Nullpunkt mit einem fetten Rattenschwanz laufender Kosten, die man so schnell gar nicht abschütteln kann. Aber darauf wollte ich gar nicht zu sprechen kommen. In der Grafik entdecke ich die folgenden Phasen:

  1. Ansprache – Kontakt
  2. Briefing
  3. Diagnose – Politik
  4. Konzept – Idee – Lösung
  5. Proposal – Angebot
  6. Präsentation
  7. Closing
  8. Resultat

Insbesondere Viertens und Sechstens irritiert mich in dieser Liste und um genauer zu sein deren Reihenfolge und teilweise deren Erscheinen in der Pipeline generell. Nach der Diagnose sollte ein Lösungsansatz nur ein Fingerschnippen sein oder aber der Lösungsfindungsprozess ist ein eigenständiger abrechnugsfähiger Bestandteil der Unternehmenskultur. Und selbst die Diagnose kann in so manchen Fällen einen Aufwand darstellen, der kaum vor der Auftragsvergabe erfolgt. Dennoch ist beides vor dem Angebot angesiedelt. Wenn es im Unternehmen Alltag ist hohe Aufwendungen in Diagnose, Konzept, Ideenentwicklung und Lösungen zu stecken, so dass diese vor der Angebotsphase innerhalb des Controllingsbogen erwähnenswert sind, sollte das Unternehmen ernsthaft über den Wert von Supervision nachdenken. Ich jedenfalls kenne diesen Wert und wüsste nicht, warum ich diesen verschenken und vor das Angebot stellen sollte. Auch finde ich es mehr als seltsam, dass erst ein Angebot erfolgt und dann die Grundlage für die Erteilung des Auftrages abgegeben wird, oder wie ist eine Präsentation sonst in einer Pipeline, die dem Controlling des Vertriebs dient zu verstehen? Aber nun ja … jeder nach seinem Geschmack.

Ist dem nicht so, so bezahlen Kunden die Aufwände für eine fehlgeschlagene Akquise mit. Wehe das Unternehmen hat einige mittelmässige Vertriebler in deren Reihen … den guten Vertriebler bliebe gar keine Wahl als die Kunden, die zuschlagen, über den Tisch zu ziehen. Schließlich können Personalkosten nicht übersehen werden und wenn am Ende die Bilanz stimmen soll, dann fließen jegliche Akquise-Aufwendungen in den Preis irgendwie mit ein … gerade so wie Umsatzausfälle sich auf den Gesamtpreis niederschlagen, sofern man langfristig ein gesundes Unternehmen haben will. Man denke hier nur an den Versandhandel und dessen recht laxen Umgang mit Lieferadressen und Zahlungsmodalitäten.

Mir scheint hier lügen sich einige Unternehmer in die Tasche … entweder die Anbieter oder die Abnehmer. Andererseits sind die Kosten nicht der alleinige Faktor für die Preisfindung und eingedenk dessen, nimmt man diese geschenkten Supervisionen, Konzepte, Ideen und Lösungsvorschläge gerne mit.


 
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Groß und großartig

Eintrag abgelegt unter: Entwicklung,Marketing — von silkester um 12:48 pm am März 22, 2006

In der Geschichte gab es bereits mehrfach Entwicklungen hin zu “Größer und großartiger”. Die Ergebnisse waren so groß und großartig, dass sie bei der Veränderung der äußeren Umstände nicht in der Lage waren, sich den neuen Gegebenheiten anpassen zu können. Dies gilt für Natur wie für Gesellschaftssysteme. Was also soll so erstrebenswert sein am “groß & großartig” (aus dem Englischen “bigger & greater”) sein?

Den ganz großen und großartigen Dingen war eines gemeinsam. Sie wirkten unbesiegbar, unsinkbar unzerstörbar. Doch wie die Titanic so sind viele große und großartige Dinge heute lang schon verschwunden. Der Untergang war unbequem und leidvoll, ob es verhungernde Dinosaurier waren oder der Niedergang des römischen Reiches. Das eine oder andere hat sich jedoch transformiert und existierte weiter, aber in der Regel nicht mehr so groß und großartig.

“Bigger & Greater” ist eines der beliebtesten Beschreibungen der Amerikaner, wenn Sie etwas neu auflegen, wieder aufbauen oder von anderen kopieren (… nur eben bigger & greater).

Ford der Dino aus der Gründerzeit ist hier gleich ein zweifach schönes Beispiel.

Ford ist in den USA ein Synonym für Entlassungen geworden. Die Autos für den Markt USA sind nicht zeitgemäß und das obwohl Ford in Deutschland sehr wohl bei den kleinen sparsamen Fahrzeugen eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Es sollte also Ford gar nicht so schwer fallen, ihr Modelle aus Europa in den USA auf den Markt zu werfen und den guten Ruf ihrer Dinos auf jene neue Exemplare der Autos, die sich in dem anderen Lebensumfeld Europa der neuen Energiesparversion angepasst haben. Raum wir nur so groß geplant wie nötig, wenn auch die Möglichkeiten im nötigen Raum flexibler und damit effizienter genutzt werden. Die Entwicklung des Autos in und für Europa ist in bestem Darwinismus der amerikanischen Autoentwicklung voraus.

Doch scheint es, dass die Dinos in der US-Vorstandsebene mehr auf den Statusgewinns der Spritschlucker schielten “Seht her ich kann mir trotz dieser unverschämten Spritpreise noch einen Spritschlucker leisten. Haha!” oder was auch immer sonst den Konzern davon abhielt eine Kampagne mit dem Spritpreis zu fahren und die kleinen sparsamen Fordmodelle gewinnbringend auf dem Markt zu werfen. Ich bin davon überzeugt, dass dies in Verbindung mit dem Patrioten-Bonus aufgegangen wäre. Mal schauen, ob die USA 2006 bereit ist, auf den neuen Kurs einzuschwenken und den umwelt- und ressourcenschondenderen Weg in der Wirtschaft gehen.

Dies sollte die Stunde des Mittelstandes und der Ingenieurswissenschaftlers sein, die nicht zuletzt wegen der in Deutschland so restriktiv geforderten Berücksichtigung der Ökologie in der Produktentwicklung eine beachtlichen Vorsprung besitzen sollten.

Think: Klein und fein! und keine Angst vor den großen Tieren.


 
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Blog-Track und Trackback, FRoSTa

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation,Marketing — von silkester um 10:40 am am November 23, 2005

Weblogs sind Gespräche am Gartenzaun von Bloggersdorf und wie das so ist, eine gute Geschichte verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Die Richtigstellung dagegen läuft zäh und zäher … Worum geht’s?

Alles fing damit an, dass mutig ein Pionieer-Blogger in der Szene auftrat. Ein “echtes” deutsches Unternehmen bloggt. Auf ein Podest gehoben, muss nun also das Blog von FRoSTa unter vielen vielen Augen der Blogosphäre bestehen. Da kann es gar nicht ausbleiben, dass ein kleiner Irrtum große Wirkung zeigt.

Am 18. November 2005 stolpert FRoSTa über die fehlende Trennschärfe von biologisch und natürlich im deutschen Lebensmittelrecht. Nachzulesen bei Finanso.

Bionade ebenso wie FRoSTa unternehmen große Anstrengungen ihre Produkte in der Nische Natur zu positionieren. Auf der Website von Bionade heißt es:

Die BIONADE GmbH ist ein junges, innovatives Familienunternehmen, das alkoholfreie Erfrischungsgetränke ausschließlich biologisch herstellt und unter der Marke BIONADE vertreibt.

Das Unternehmen wurde 1995 anlässlich der Erfindung von BIONADE gegründet. BIONADE ist das weltweit erste und einzige alkoholfreie Erfrischungsgetränk, das durch Fermentation nach dem Brauprinzip rein biologisch hergestellt wird.

[ … ] Die Marke befindet sich auf dem Wege der Internationalisierung.

Das Unternehmen gilt als Vorbild für ausgefallenes Nischenmarketing und ein innovatives Produkt, das von einem Underdog kam und wie man lesen kann, einen Siegeszug angetreten hat. Über die Produkte heißt es auf der Site:

BIONADE ist das weltweit erste und einzige alkoholfreie Erfrischungsgetränk, das rein biologisch hergestellt wird.
Durch Fermentation natürlicher Rohstoffe ökologischer Qualität. Mit viel Calcium und Magnesium. Und mit natürlichen Essenzen aus Früchten und Kräutern.
BIONADE wirkt isotonisch und erfrischt auf natürlicher Basis. Feinherb fruchtig. Als Holunder, Litschi, Kräuter und jetzt neu: Ingwer-Orange.
Pur oder auf Eis ein erfrischendes Erlebnis.

Vermalledeite natürliche Aromen und
deren fehlende Trennschärfe

Der Volksmund heißt es anders als bei Gericht, im Zweifel gegen den Angeklagten. Einmal geschrieben und in die Welt entlassen, war es zu spät. Das Problem, das FRoSTa ganz richtig gesehen hat, ist, dass man durchgestrichenes immer noch lesen kann. Das dabei große Fragezeichen aufkommen ist verständlich. Etwa nicht löschen? Dokumentieren, dass ein Zweifel besteht oder auch nur bestand? So nachvollziehbar der Irrtum und die vorschnelle Publikation der Mitarbeiterin unter dem Blickwinkel heutiger Prozesse in der Lebensmittelindustrie ist, so fatal ist dieser Blickwinkel. Auf manche Dinge will man eigentlich nicht aufmerksam machen. Es gibt Aspekte, die bläst man immer zu gigantischen Elefanten auf. Ich hätte ebenfalls gelöscht und nur darauf verwiesen, dass man etwas gelöscht hätte, da deren Wahrheitsgehalt unbewiesen und zweifelhaft sei und die eigene Leichtfertigkeit in Bezug auf “Man macht das so” bedauerte. Die Lehre Hülle des Beitrages einfach stehen lassen.

Zu spät zu spät zu spät …

Nun wird FRoSTa das nachsehen. Bloggen kann zu einem leidigen Wesen mit erschreckender Eigendynamik werden. Tröstlich nur, dass die meisten so einen Irrtum selbst schon begangen haben. Sie zeigen Verständnis und schließen zumeist ein Unternehmen in ihre Herzen, das einen Irrtum einräumt und zeigt, dass es souverän mit dem Szenario umgehen kann.

In vielen Fällen genügt es ein Trackback zu senden. Bei anderen wird man einen Kommentar hinterlassen müssen. Ohne danach gesucht zu haben, stieß ich auf den Fall hier , hier, hier , hier und hier.

Auf die Richtigstellung stieß ich dann bei FRoSTa, weil es eben aktuell ist. Morgen aber werden diese Beiträge alle unverbunden im Netz stehen und dann ist es gut, wenn in jedem einzelnen Block zumindest ein Hinweis ist, wie die Geschichte ausging.


 
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Intelligente Werbung

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation,Marketing — von silkester um 9:43 am am November 15, 2005

Einfach mal Abschalten
Werbung wie Bananenverkäufer muss nicht sein. Einfach mal abschalten … und wo findet man das? Diese Information muss man – wie im richtigen Leben – ein wenig suchen.

Mit diesem Element spielt ein PDF-Dokument, das auf eine Website verweist.

Na, herausgefunden? Ich helfe nach, obwohl ich im Gegensatz zum Werbeblogger nicht mehr der Meinung bin, dass bei dieser Seite alles Stimme. Es stimmt viel, aber an eine gewissen Punkt sollte man Flash verlassen. Es ist nun einmal nicht barrierearm, bzw. wie der Volksmund sucht barrierefrei.

Und so langweilig wie barrierefrei-reisen.de muss man eine barrierefreie Seite auch nicht gestalten. Was gebraucht wird ist recht wenig, nur beachten sollte man es.

Der Rest ist Idee + Umsetzung um so einen Hingucker zu machen, wie er für “NY Haiti nonstop” gestaltet wurde. Das schöne an dieser Werbung ist die Komponenten-Werbung, die ihre volle Kraft dann erreicht, wenn man die Teile zusammenfügt.

via Werbeblogger


 
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Realignment oder Redesign? … ist die Site dann verstümmelt?

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation,Marketing — von silkester um 7:44 am am November 11, 2005

“Good Designers Redesign, Great Designers Realign” titelte kürzlich A List Apart. Was heißt das? Und was hat es mit dem anderen Artikel Design Choices Can Cripple a Website auf sich? Muss das alles so häßlich sein?

Realign heißt, das Design als Ausdruck einer Philosophie und der Identität zu verstehen und bei Veränderungen derselben, das Design den neuen Gegebenheiten anzupassen und darf auch ein komplett neues Redesign beinhalten, wenn dies dem Unternehmen dient. Wer darüber hinaus Lust auf Redesign verspürt, sollte sich eine Hobbysite zulegen und dort nach Herzenslust redesignen.

Eine gute Marke beinhaltet Kontinuität. Würde man aus dem tiefsten Sibirien einen der deutschen Soldaten nach Deutschland holen, der damals sein Glück dort fand und nie nach Deutschland zurückkehrte, er würde die Marke Persil noch immer als die Waschmittelmarke seiner Jugend wiedererkennen, auch wenn er ansonsten seit her nie mehr eine Persil-Werbung gesehen hätte. Persil hat nie ein Redesign gemacht, sondern stets ein Realign.

Der Title “Design choices can cripple”, also die Wahl der Designelemente kann eine Website verstümmeln, verstehen viele (Web-)designer bei der Wahl der gezeigten Beispiele, etwas schräg, ich eingeschlossen, wobei das der erste Moment war. Kein Problem, es ist einzusehen, dass Verkaufszahlen für sich sprechen, aber das Herz blutet, wenn nun alle Websites wie in dem gezeigten Beispiel B in eine Wühlkiste des Walmarts verwandelt werden sollen. Muss nicht sein. Wirklich.

Ich zähle selbst zu den Designern, die lieber sterben, als einen gewissen Grad der schönen Gestalt zu verlassen. Das ist — gepfiffen und getrommelt — ein Tusch tadaaah — überhaupt nicht nötig.

Wodurch zeichnet sich das Design des Verkaufsschlagers “Beispiel B” aus?

Es stellt in den Mittelpunkt die zentrale Ansprache, die bei den Beispielen A und C fehlen. Mit der Frage “Wollen Sie das und das?” wird ganz konkret gefragt und wer hier ja sagt, der wird nun klar und gezielt suchen, wie er dieses Ziel auf dieser Seite erreichen kann.

Genau daraufhin wurde nun gestern spät in der Nacht auch die Eingangsseite in der Templaterie überarbeitet. Wer den Screenshot der Templaterie mit Beispiel B vergleicht, stellt fest, dass zentrale Elemente übereinstimmen. Die Frage, ob man dieses oder jenes wolle und die Aussicht auf das, was man gewinnt und eine einfache klare Handlungsaufforderung.

Wenn man beides vergleicht, stellt man fest, dass eine Seite bei der Integration jener Elemente durchaus auch aufgeräumt sein kann. Ohne Frage, am Ende zählt das Ergebnis. Deswegen man muss dennoch nicht aus der ganzen Welt einen Hamburger Fischmarkt mit bis zur Heißerkeit brüllenden Bananenhändlern machen. Häßlichkeit und penetrante Aufdringlichkeit ist kein erstrebenswertes Ziel.

Man kann auch stilvoll führen und seinen Webauftritt fokusiert und ansprechend gestalten. Design, Marketing und Vertrieb sind hier gefordert eng zusammen zu arbeiten und in einem Workshop:

  1. Ziele definieren (Marketing)
  2. Kunden ansprechen (Vertrieb)
  3. Gespräch führen (Design)

Ihre Website ist immer ein Ort der Entscheidung: “Lesen oder Weiterklicken”. Ob die Website zum besten Verkäufer im Unternehmen wird, hängt von der Optimierung ab. Mehr zum Thema Verkaufsgespräch über die Website, findet man auf den Seiten des Beraters Christian Rothe (designtechnisch, könnte man daran noch etwas feilen, wenn man mich fragt.), der sich mit den Seiten des Max Zorno im Netz einen Namen gemacht hat.

Ist das der einzige Weg?

Nein, Realign — die Ausrichtung auf die Unternehmensidentität und die Unternehmensziele kann auch etwas anderes bedeuten. Mit Kultstatus, erübrigt sind das Gespräch. Ganz im Gegenteil, wer sich auf die Ebene des Kunden begibt, verliert seinen Status des besonderen. Kult heißt ganz vorne an der Spitze sein und gnädig teilhaben zu lassen. Das ist die Apotheose. Der Experte, der in höheren Sphären weilt und der von denen, die sich die Elite leisten können, gebucht wird.

Sich im Netz als Authorität auf einem Gebiet zu profilieren bedeutet, schneller, brillianter und klarer, origineller, originärer in der Präsentation zu sein. Es erfordert, mit seinen Beiträgen zum Gesprächsstoff zu werden. Erst wer in aller Munde ist, wird über diese Form der Vermarktung auch zum Ergebnis kommen. Dies kann im Gespräch erfolgen und muss nicht unhöflich sein. Aber es ist die Ebene des Experten und auf seinem Gebiet und der Mut zur Lücke sollte dann souverän erfolgen. Zuviel heiße Luft und man wird irgendwann (meist zum falschen Zeitpunkt) unsanft vom hohen Ross gestoßen.

Die Frage, welcher Weg der Bessere ist, eine Frage des Produktes.


 
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