KMU-Blog

Weblog für Kleinunternehmer und Mittelständler

Termin-Jetten mit dem Privatjet für KMUs

Eintrag abgelegt unter: Organisation — von silkester um 12:51 pm am März 22, 2006

Kurzer Linktipp zum Thema “mit dem Lufttaxi zu wichtigen Terminen reisen” findet sich im Luftfahrtblog von Frank Kerkau: Im Private Jet billig fliegen.

Checkin-Zeiten werden verkürzt, Anreisezeit zu den großen Flughäfen erspart man sich und Terminende und Zeitfenster für den Flugstart kommen sich bei guter Koordination entgegen. Aber nicht nur das, die konsequente Nutzung macht auch unabhängig vom teuren Standort Großstadt und ermöglicht den höheren Lebensstandard zu niedrigeren Preisen im Umfeld von Kreis- und Kleinstädten.

Doch müssten hierfür in Deutschland die Klein- und Kreisstädte noch reagieren mit einem dichteren Netz von etwas besser ausgebauten Kleinflughäfen. So mancher Sportflughafen hat seine Startbahn auf der grünen Wiese.

Fragt sich wieviel Lufttaxis der Luftraum verträgt? Es ist die Vorstufe zum Spinner aus Bladerunner. Die Zahl der Menschen, die noch nie geflogen sind, ist verschwindend klein. Wann ist die Zeit, in der es zum Alltag gehört mal kurz nach Portugal mit dem Lufttaxi an den Strand zu jetten. Aber erst einmal werden sich Unternehmer an den Gedanken gewöhnen statt den ICE für die Dienstreise in Betracht zu ziehen, Mitarbeiter in private Jets zu setzen. Utopia wir kommen ja schon.

via Robert Basic


 
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ICR – Unternehmensbewertung unter dem Aspekt des Wissens

Eintrag abgelegt unter: Entwicklung,Organisation — von silkester um 8:37 pm am November 26, 2005

Aufmerksam geworden durch den http://www.akwissensbilanz.org auf den Begriff Wissensbilanz und ein wenig … ich will höflich sein … irritiert von der Darbietung was Wissensbilanz sei habe ich ein wenig weiter gesucht.

Die “Wissensbilanz” geht der Fragen nach, was das Unternehmen im innersten Zusammenhält. Es ist die alte Frage aus dem Faust “Was die Welt im innersten zusammenhält” auf das Unternehmen angewandt. Doch wer ich eine Definition wie die folgende präsentiert, regt erst einmal meinen Widerspruch:

Eine Wissensbilanz ist ein Instrument zur gezielten Darstellung und Entwicklung des Intellektuellen Kapitals einer Organisation. Sie zeigt die Zusammenhänge zwischen den organisationalen Zielen, den Geschäftsprozessen, dem Intellektuellen Kapital (IK) und dem Geschäftserfolg einer Organisation auf und beschreibt diese Elemente mittels Indikatoren.

Das klingt für mich nach viel Berater-Geschwurbel und der Leitfaden, dem diese Interpretation entnommen ist, fängt auch mit sehr zäher Lektüre an. Leitfaden Wissensbilanz PDF.

Ich empfehle da die Seiten zur Wissensbilanz der Reinisch AG, die in dieser Beziehung klarer in der Sprache und damit verständlicher die Inhalte vermittelt. Zum Beispiel geht es in einer Grafik um die Beziehung der folgenden Elemente im Unternehmen: Arbeitsumgebung, Motivation, Wissenstransfer, Mitarbeiterentwicklung, Teamfähigkeit und Vertrauensbasis. Bevor man zur Website der Reinisch AG wechselt kann man diese Begriffe, die ich nun aus der Beziehung herausgenommen habe, für sein eigenes Unternehmen in Beziehung setzen.

Intellectual Capital Report

Und dann zu Reinisch AG gehen und sehen, wie dieses Beziehungsgefüge Wissensbilanz im Bereich Investor Relation für deren Unternehmen umgesetzt wurde.


 
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Zack Zement — der Kollege nervt!

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation,Kooperation,Organisation — von silkester um 10:03 am am November 18, 2005

Wer kennt das nicht, mehrere Mitarbeiter in der Zwangsgemeinschaft am Arbeitsplatz. Und schon beginnt der Zickenterror und wie auch immer diese kleinen Anfeindungen beim Herrn Kollegen heißen.

Wenn der Kollege nervt, hat das gleich mehrere Auswirkungen, zum einen die Unterbrechung:

  • Kollege A erzeugt eine Störung.
  • Kollege B konstatiert: “Das stört!”
  • Kollege B verliert für einen Moment den Faden.
  • Kollege B muss kurz neu ansetzen.

Zum anderen, wenn sich eine Störung an die andere reiht und es auffällig wird:

  • Kollege A erzeugt wieder eine Störung.
  • Kollege B konstatiert: “Er stört!”
  • Kollege B zieht wieder Zwischenbilanz,
    wie oft Kollege A ihn von der Arbeit abhält
  • Kollege B hat nun den Faden völlig verloren.
  • Kollege B sinniert noch, während er etwas länger neu ansetzt und
    während des Vorgangs, wie sehr Kollege A stört.

Die Situation beginnt zu eskalieren. Kollege B nimmt nun schon kleinste Regungen als Störungen war und mahnt deren Einstellung an:

  • Kollege A erzeugt nicht wirklich eine Störung.
  • Kollege B konstatiert: “Er stört ja immer!”
  • Kollege B mahnt mit dem Unterton des Vorwurfs,
    diese störende Gewohnheit abzustellen.
  • Kollege A wird unterbrochen.
    Kollege B erzeugt damit eine Störung.

Je häufig sich Kollege B beschwert und um eine Verhaltensänderung bittet, desto genervter ist Kollege A. Und da haben wir dann ein kleines Problem am Arbeitsplatz. Zwei Unverträglichkeiten, die auch schon einmal das ganze Team in Mitleidenschaft zieht. Unberücksichtigt bleibt, ob Kollege B nun überempfindlich oder Kollege A tatsächlich ein chronischer Störer ist. Das ist auch für die folgende Überlegung überhaupt nicht wichtig.

Viele Menschen sind am Arbeitsplatz darauf konditioniert ihre Arbeit mit tiefem Ernst zu machen und wollen dies bestmöglich erledigen. Da wir aber kaum Arbeitsroboter wie in Fritz Langs Metropolis sind, müssen wir mit Kollegen auf einer anderne Ebene als der Arbeit sozial interagieren, damit das Betriebsklima stimmt. Und der Informationsfluß unter den Kollegen gepflegt wird. Also der Flurfunk dem Informationsmanagement dient und nicht dem häßlichen Kollegenratsch.

Dies schafft man, in dem man genau diese Falle, in die wir immer wieder tappen, uns bewusst machen und gemeinsam einen besseren Umgang untereinander und innere Gelassenheit trainieren. Ob dies mit einem Coach oder in Theater-Worshops geschieht, ist dabei, denke ich, zweitrangig. Dass es dem Unternehmen etwas bringt, lässt sich von den Aussagen von Prof. Götz W. Werner, geschäftsführender Gesellschafter der dm-Märkte, auf der Firmeneigenen Homepage ableiten:

Das gute Ergebnis des Servicebarometers zeigt, dass auch die Kunden etwas davon haben, wenn sich die Menschen bei dm sowohl mit sich selbst als auch verantwortungsbewusst mit ihren Aufgaben, die bei uns immer kundenorientiert sind, auseinander setzen können.

Nach diesen guten Erfahrungen, die wir mit der Implementierung von kultureller Bildung im Innenverhältnis gemacht haben, haben wir jetzt zwei weitere Initiativen gestartet. Bei den Flutkatastrophen an der Elbe und im Indischen Ozean wurde deutlich, dass die Mitarbeiter eine große Bereitschaft zeigen, sich im Namen von dm sozial zu engagieren. Die Bereitschaft, ein Stück Arbeit zu leisten, um in der Gesellschaft positiv zu wirken, ist da.

Quelle: Positiv nach innen und nach außen wirken

Übrigens nicht nur für diese kleine Alltagssituation, von dem Teamleiter ein Leid, pardon, ein Lied singen können.


 
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Fragmentiert: Alle 11 Minuten eine Arbeits-Unterbrechung

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation,Organisation,Planung — von silkester um 9:21 am am November 13, 2005

Alle 11 Minuten wird die Arbeit eines Bürofacharbeiter, Programmierer oder Managers im Durchschnitt unterbrochen und es brauch 25 Minuten, bis er zurück in die Arbeit findet. “Man kommt zu nichts mehr!” gehört nicht umsonst zu den meist gestönten Fazits eines Arbeitstages.

Dies ist das Ergebnis einer Studie, deren Studienfach vor 100 Jahren begann, als es das erste Mal für die Qualität der Arbeit entscheident war, dass diese ohne Unterbrechung durchgeführt werden konnte. Damals vor 100 Jahren ging es um das Telegrafenamt und die Telegrafisten. Die Lösung damals war ein Schild, mittels dessen man dem Kunden untersagte den Telegrafisten bei der Arbeit anzusprechen.

” I want to feel like I did something during my brief life besides check my email.”
(Paul Ford, Journalist bei Harper’s Magazine)

Die Arbeit heute erfordert eine andere Lösung. Denn die Unterbrechungen der Arbeit sind die Arbeit, oder doch zumindest für den erfolgreichen Ablauf im Unternehmen relevant. Das Studiengebiet befasst sich mit der Unterbrechung und den Arbeitsprozessen. So ist es z.B. nicht weise, seine E-Mails nicht zeitnah zu prüfen und zu beantworten, a) weil dann unterstellt wird man käme nicht nach, b) weil man tatsächlich nicht mehr nachkommt, angesichts der Flut der E-Mails. Vorallem aber, weil nicht selten in den E-Mails Nachrichten stecken, die eine unmittlebare Bearbeitung erfordern. Ablenkungen durch Kollegen lässt man sich gefallen, denn benötigt man selbst einmal dringend Hilfe, ist man in gleichem Maße darauf angewiesen, dass sich die Kollegen stören lassen. Etc.

Quellen:

Apropos Arbeitsplatz-Zeitanalyse.
Das erinnert mich …

Als damals mein Chef und ich eine unterschiedliche Sicht auf meine Arbeitsqualität und mein Pensum hatten, wollte ich es genauer wissen. Ich legte mir ein einfaches Formular zurecht, mit dem ich Inhalte und Zeiten schnell und effizient erfassen konnte, ohne allzuviel Zeit mit der Erfassung selbt zu verbringen. Hierbei diente mir jenes einfache Formular, in das ich meine Routinen eintrug und Freiraum blieb, für alles was nicht Routine war. Es war erstaunlich, was ich dabei entdeckte. Natürlich war es für mich als Multitask-Arbeiterin, die damals eine extrem große Zahl an Funktionen ausfüllte, gar nicht anders machbar und dass damals meine Bitte die Tätigkeiten, in denen ich nicht nur schwach war, sondern mir zudem auch gegen den Strich gingen (… und noch heute gehen. Man macht zur Not auch dieses oder jenes, wenn im KMU sich kein anderer findet.), durch eine zusätzliche Halbtagskraft abzunehmen, ist bis heute in meine Augen eine Fehlentscheidung der Geschäftsleitung. Es war der Anfang von einem sehr bösen Jahr für mich und für meinen damaligen Arbeitgeber.

Man sollte solche Analysen ernst nehmen, ob selbstständig oder angestellt, es ist eine wichtige Grundlage für die Arbeitsplatzorganisation und auch für die Arbeitsplatzbeschreibung. Die Lektüre des Artikels ist ein weiterer Baustein, wie man z.B. an Lösungsstrategien herangehen kann. Siehe Abschnitt zur NASA und die Unterbrechung eines Millonen-Dollar-Versuches.

Gefunden via Jo’s Jobwelt via Jobblog via Medienkonvergenz plus ein wenig Recherche und dem Kramen in meinem Uralt-Archiv.


 
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Der Skaleneffekt

Eintrag abgelegt unter: Kooperation,Organisation — von silkester um 6:46 am am November 10, 2005

Im April 2004 zitierte ich zum Skaleneffekt im Netz. Da aktuell hier viele Suchergebnisse von Google auf eine nicht mehr existente Datenbank des alten KMU-Blogs aufprallen, greife ich den Suchbegriff einfach wieder auf, schließlich hat sich an der Brisanz des Themas nichts geändert.

Damals schrieb ich (dem Google-Cache sei Dank):

Die Oligopolie des Internets. Wer groß ist wird größer. Wer klein ist, verschwindet so oder so.

Als klares Signal für die Konzentrationswelle wachsen die Marktführer in vielen Internet-Branchen schneller als die Verfolger. Im Internet-Handel steigt die Kundenzahl von Ebay, Amazon, Karstadt-Quelle, Otto und Tchibo etwa doppelt so schnell wie bei den meisten Konkurrenten. Vor allem die großen drei aus Amerika – Ebay, Amazon und Yahoo – haben Deutschland als Wachstumsmarkt entdeckt.

Quelle: FAZ — Netz-Monopole

Festzuhalten bleibt, dass durch den Skaleneffekt, zwar wenig lukrative Märkte vorhanden sind, doch am Rand ebenso wie im Zentrum ernähren sich viele kleine Anbieter. Dies gilt vor allendingen für eBay. Jüngstes Beispiel das 321Blog von Robert Basic.

Flöhe am Busen des Elefanten

Robert Basic nutzt hierbei seine Fähigkeit, als kleiner Anbieter seinen Vorteil mehr Individualität und Persönlichkeit in die Waagschale zu werfen. Dort wo eBay als anonyme Masse erscheint und nur noch über automatisierte Prozesse in der Lage ist, zu existieren, kann ein Einzelunternehmer durch die geschickte Wahl der Nische, sich zu einer Perle mit einem guten Return on Invest entwickeln. Im Fall des 321Blog ist es sicher zu früh zu sagen, wie es sich entwickeln wird.

Die Kunst ist es sich Skaleneffekte zu nutze zu machen. Das 321Blog.de nutzt das allgemeine Interesse an der Plattform und ist der menschliche Filter, das System überfordert.

Der Skaleneffekt findet sich nicht nur im Netz. Bei der Recherche im Netz zum Begriff stieß ich auf einen Bericht mit dem Titel Als Kettenglied zum Erfolg auf inwent.org. Dieser Bericht analysiert sehr schön die Schritte, wie sich ein scheinbar chancenloser Marktteilnehmer der dritten Welt formiert und sich erforlgreich in den Markt einbringt. Hierbei wird auch deutlich, dass es sich hierbei um Grundprinzipien handelt, die sich auf jedes System anwenden lassen.

Die Komponenten sind:

  • Produktstandards (Schulung in ISO-Normen)
  • Marktkenntnis (Nischenanalyse, Produktdesign)
  • Selbsteinschätzung (Engpass konzentrierte Strategie EKS)
  • Netzwerken (Aggregation und Logistik)

Der Rest ist Umsetzung und Akquise.

Eine weitere Quelle zum Thema ist auch der Artikel von Charles Handy von 2002 Elephants and Fleas: Is Your Organization Prepared for Change? (engl.) in dem die Schwerfälligkeit, die durch den Skaleneffekt bei den “Elefanten”, die größer und größer werden, thematisiert wird. So mancher Elefant ist implodiert, weil das System nicht mehr sich selbst organisieren und erneuern konnte. eBay geht gegen Innovatoren vor und macht auch schon einmal einen Floh platt. Siehe 321blog.de: Einstweilige Verfügung gegen Bewertungspruefer.de. Fragt sich, ob eBay sich damit nicht einen Bärendienst erweist, da die Innovatoren sich einen anderen Elefanten suchen?


 
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