KMU-Blog

Weblog für Kleinunternehmer und Mittelständler

Strategische Vorteile durch Vertragshoheit

Eintrag abgelegt unter: Kalkulation,Kooperation,Recht Amtlich — von silkester um 10:46 am am November 23, 2005

Wer den Vertrag schreibt, gibt die Grundlage vor. Das verschafft einen wichtigen Vorteil. So oder so ähnlich lautet die Zusammenfassung eines lesenswerten Artikels im Law-Blog zur Vertragshoheit, oder anders ausgedrückt wer den Vertrag aufsetzt gibt den Ton an und zwingt den anderen zum Zugeständnisse machen.

Aufpassen bei der Kalkulation, wer diese Position in der Gesamtbilanz noch nie drin hatte. Die Zweitverwertung eines Vertragsentwurf muss nicht zwingend gegeben werden und auch nicht, dass daraus ein Auftrag entsteht. Bei der Kalkulation des Auftrages sollten diese Aufwändungen im Betriebskostenzuschlag mit berücksichtigt werden. Nicht dass man am Ende einen Sack voller toller Vertragsentwürfe hat und einen einzigen Auftrag, der die aufgelaufenen Kosten des Anwaltes deckt. :D

Das fiese bei der Materie, je unerfahrener, desto schwerer sind diese Kosten abzuschätzen.


 
weitere Artikel zu:

Eintrag abgelegt unter: Kalkulation,Kooperation,Recht Amtlich

(Wer sagt es als erster?)

 

Kollision der Sprachräume

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation — von silkester um 10:44 am am

Kein Mensch käme auf die Idee in der berühmt berüchtigten Bosch-Kantine dem Schorsch und dem Egon zu verbieten, in der Nachtschicht sich derbe Witze zu erzählen. Schon wenn der selbe Schorch und der selbe Egon in der Spät- oder Tagschicht arbeiten, ändert sich deren Umgangston. Als ich vor vielen Jahren in den Semesterferien eine Spätschicht in der Boschkantine erleben durfte, hörte ich das erste Mal richtig derbe Witze und leider war ich nicht so klein wie eine Maus, denn als die Kollegen das jungel Mädel (also mich) bemerkten, entschuldigten sie sich für die derben Witze und ich musste trotz aller Versicherung, dass es mir nichts ausmache, auf weitere Witze verzichten (Was habe ich das damals bedauert.). Ich gehörte nicht in das Umfeld, konnte meinerseits keine derben Witze erzählen und störte somit den dort sonst üblichen Sprachgebrauch.

Als nun vor einigen Tagen das Mittelstandblog sich positionierte, da verschwommen die Sprachräume und in der pauschalen Verurteilung stellt dieser Beitrag eine Beleidigung dar. Ich setzte mich auf meine Hände, als ich es bemerkte. “Nur nichts dazu schreiben!” dachte ich bei mir. Der Begriff “Schwanzvergleich” wird in den privaten Blogs gebraucht. Auch wenn diese privaten Blogs nicht immer sauber von Businessblogs zu unterscheiden sind, so ist es doch ein anderes Umfeld und eine andere Sprache, die sich diese Autoren leisten und leisten dürfen.

Der Autor behauptet ja in den Kommentaren und an anderer Stelle, dass er nicht beleidigen und provozieren wolle. Ich weiß nun nicht, was ich hierbei schlimmer finden soll, dass

  • der Journalist Jannot kein Gefühl für Sprachräume hat?
  • (wenn er dieses Sprachgefühl doch hat) auf billige Weise provoziert und seine Integrität mit Füßen tritt?
  • überhaupt in dieser Form mit dem Mittelstandsblog sich abgrenzen will.

Bei der Adaption von neuen Publikationsform verlieren sich schon einmal die Trennschärfen oder verwischt diese ganz bewusst. Nichts desto trotz sollte man bedenken, dass ein _Klick_ weiter ein anderer Raum, ein anderer Autor und ein ganz anderer Umgangston herrscht. Welchen Umgangston man pflegen möchte, bestimmt man weitgehend selbst, in dem man sich auf dieses oder jenes Niveau begibt. Das dümmste was man machen kann, ist sich im Netz im Ton zu vergreifen. Im Internet gibt es ein Gedachtnis, das noch nach Jahren frei zugänglich ist und einem immer wieder um die Ohren knallen kann.

Hitzige Debatten führen ist nicht das Problem, aber nicht zu wissen, wen man adressiert und ob das denjenigen überhaupt interessiert, schon. Die Zielgruppe Unternehmer interessiert es nicht, ob ein paar Blogger eine Statistik über deren Popularität “Schwanzvergleich” nennt. Warum also zerrt Herr Jannot diese Gruppe ins Bild (Zumal er eine Statistik für seine Recherche nimmt, die genau jene zählt, die einen solchen Vergleich wünschen und den Begriff “Schwanzvergleich” hierfür witzig findet. Wer kein Script einbaut, wird von Blogcounter nicht wahrgenommen. Wer in einer Liste überwiegend privater Blogs sucht, wird dort überproportional viele private Blogs finden. Es ist also eine der schlechtesten Statistiken, die man heranziehen kann, um sich der Blogosphäre zu nähern. Aber das will man mit dem Beitrag nicht. Man kanzelt lieber alle in Bausch und Bogen ab und hebt sich selbst auf die Bühne als “das Mehrwertblog”. Wenn also im ersten Satz Polemik angeprangert wird, was versteht Herr Jannot darunter und wie bezeichnet er seinen eigenen Beitrag?

Ist das die Qualität die der “Mehrwert-Blog” zu bieten hat? Ich kann nur hoffen, dass es ein einmaliger Ausrutscher bleibt. Es wäre schade, denn so eine Presseschau ist immer ganz nützlich und kann eine Berreicherung sein. Ob man den versprochenen Mehrwert wird bieten können, zeigt die Zukunft. Den Anfang hat man sich jedenfalls schwer gemacht. So mancher schaut erst gar nicht mehr vorbei. Die Vernetzung der Weblogs durch Permalinks (Siehe Guest Writer Simon Waldman: The Importance of Being Permanent) kann sich gegen einen wenden, oder verhilft zu einer großen Popularität. In der Blogsphäre vereint man dutzende, hunderte Zeiger (Links), die von Güte der Links oder des Beiträges berichten, wenn man es richtig anstellt.


 
weitere Artikel zu:

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation

(Wer sagt es als erster?)

 

Blog-Track und Trackback, FRoSTa

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation,Marketing — von silkester um 10:40 am am

Weblogs sind Gespräche am Gartenzaun von Bloggersdorf und wie das so ist, eine gute Geschichte verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Die Richtigstellung dagegen läuft zäh und zäher … Worum geht’s?

Alles fing damit an, dass mutig ein Pionieer-Blogger in der Szene auftrat. Ein “echtes” deutsches Unternehmen bloggt. Auf ein Podest gehoben, muss nun also das Blog von FRoSTa unter vielen vielen Augen der Blogosphäre bestehen. Da kann es gar nicht ausbleiben, dass ein kleiner Irrtum große Wirkung zeigt.

Am 18. November 2005 stolpert FRoSTa über die fehlende Trennschärfe von biologisch und natürlich im deutschen Lebensmittelrecht. Nachzulesen bei Finanso.

Bionade ebenso wie FRoSTa unternehmen große Anstrengungen ihre Produkte in der Nische Natur zu positionieren. Auf der Website von Bionade heißt es:

Die BIONADE GmbH ist ein junges, innovatives Familienunternehmen, das alkoholfreie Erfrischungsgetränke ausschließlich biologisch herstellt und unter der Marke BIONADE vertreibt.

Das Unternehmen wurde 1995 anlässlich der Erfindung von BIONADE gegründet. BIONADE ist das weltweit erste und einzige alkoholfreie Erfrischungsgetränk, das durch Fermentation nach dem Brauprinzip rein biologisch hergestellt wird.

[ … ] Die Marke befindet sich auf dem Wege der Internationalisierung.

Das Unternehmen gilt als Vorbild für ausgefallenes Nischenmarketing und ein innovatives Produkt, das von einem Underdog kam und wie man lesen kann, einen Siegeszug angetreten hat. Über die Produkte heißt es auf der Site:

BIONADE ist das weltweit erste und einzige alkoholfreie Erfrischungsgetränk, das rein biologisch hergestellt wird.
Durch Fermentation natürlicher Rohstoffe ökologischer Qualität. Mit viel Calcium und Magnesium. Und mit natürlichen Essenzen aus Früchten und Kräutern.
BIONADE wirkt isotonisch und erfrischt auf natürlicher Basis. Feinherb fruchtig. Als Holunder, Litschi, Kräuter und jetzt neu: Ingwer-Orange.
Pur oder auf Eis ein erfrischendes Erlebnis.

Vermalledeite natürliche Aromen und
deren fehlende Trennschärfe

Der Volksmund heißt es anders als bei Gericht, im Zweifel gegen den Angeklagten. Einmal geschrieben und in die Welt entlassen, war es zu spät. Das Problem, das FRoSTa ganz richtig gesehen hat, ist, dass man durchgestrichenes immer noch lesen kann. Das dabei große Fragezeichen aufkommen ist verständlich. Etwa nicht löschen? Dokumentieren, dass ein Zweifel besteht oder auch nur bestand? So nachvollziehbar der Irrtum und die vorschnelle Publikation der Mitarbeiterin unter dem Blickwinkel heutiger Prozesse in der Lebensmittelindustrie ist, so fatal ist dieser Blickwinkel. Auf manche Dinge will man eigentlich nicht aufmerksam machen. Es gibt Aspekte, die bläst man immer zu gigantischen Elefanten auf. Ich hätte ebenfalls gelöscht und nur darauf verwiesen, dass man etwas gelöscht hätte, da deren Wahrheitsgehalt unbewiesen und zweifelhaft sei und die eigene Leichtfertigkeit in Bezug auf “Man macht das so” bedauerte. Die Lehre Hülle des Beitrages einfach stehen lassen.

Zu spät zu spät zu spät …

Nun wird FRoSTa das nachsehen. Bloggen kann zu einem leidigen Wesen mit erschreckender Eigendynamik werden. Tröstlich nur, dass die meisten so einen Irrtum selbst schon begangen haben. Sie zeigen Verständnis und schließen zumeist ein Unternehmen in ihre Herzen, das einen Irrtum einräumt und zeigt, dass es souverän mit dem Szenario umgehen kann.

In vielen Fällen genügt es ein Trackback zu senden. Bei anderen wird man einen Kommentar hinterlassen müssen. Ohne danach gesucht zu haben, stieß ich auf den Fall hier , hier, hier , hier und hier.

Auf die Richtigstellung stieß ich dann bei FRoSTa, weil es eben aktuell ist. Morgen aber werden diese Beiträge alle unverbunden im Netz stehen und dann ist es gut, wenn in jedem einzelnen Block zumindest ein Hinweis ist, wie die Geschichte ausging.


 
weitere Artikel zu:

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation,Marketing

(Wer sagt es als erster?)

 

eLearning für den Mittelstand

Eintrag abgelegt unter: Entwicklung — von silkester um 10:38 am am November 22, 2005

Das Weiterbildungsblog verweist auf ein lernet.info und der Beschreibung nach ist es Wert vorbei zu schauen:

Die Informationen sind kurz, aber umfassend und auf dem neuesten Stand – es finden sich sowohl Hinweise auf aktuelle Projekte der Qualitätssicherung als auch auf Instrumente der Kompetenzbilanzierung. Und ein Glossar sowie eine Übersicht über die abgeschlossenen LERNET-Projekte. Dazu eine Fülle von Online-Ressourcen und das Versprechen, diese unter www.lernet.info aktuell zuhalten.

Weiterbildungsblog: E-Learning für Mittelstand und öffentliche Verwaltungen


 
weitere Artikel zu:

Eintrag abgelegt unter: Entwicklung

(Wer sagt es als erster?)

 

OpenSource Angel-AdSense

Eintrag abgelegt unter: Außendarstellung,Kalkulation — von silkester um 10:34 am am

Manchmal bekommt man viel Schulterklopfen und trotzdem reicht die Unterstützung nicht. Man hat ja Verständnis, dass das Umfeld ebenfalls keine Mittel hat. Wer es schafft andere für seine Idee zu begeistern, kann mit openSource-AdSense von Angels sich eventuell weiterhelfen.

In Adam Kalseys Blog wird jetzt ein Weg vorgestellt, bei dem jeder mit einem Blog und ein wenig AdSense zum Business-Angel werden kann.

Kevin Burton berichtet, er habe innerhalb eines Monats 1.600 Dollar (?so || etwas später: oh ja wohl nicht. Siehe Kommentare.) in die Kasse bekommen.
Quelle: Angel funding through AdSense

Da die Weihnachtszeit naht, ist das auch eine gute Gelegenheit sein AdSense oder doch einen Teil davon seiner favorisierten gemeinnützigen Organisation zu spenden.

Nachtrag:

Bei diesem Beitrag kommen verstärkt Anzeigen, die ich nicht unterstütze, jedoch scheint es ein Augeasstall zu sein. Seien Sie kritisch. Niemand hat etwas zu verschenken, dafür gibt es um so mehr Bauernfänger, Nepper und Schlepper.


 
weitere Artikel zu:

Eintrag abgelegt unter: Außendarstellung,Kalkulation

(Wer sagt es als erster?)

 

Herzlichen Glückwünsche an Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel

Eintrag abgelegt unter: Allgemein,Politik — von silkester um 10:18 am am

Gestern noch hörte ich einen Sprecher in den Medien verkünden: “Die erste Frau als Kanzlerin für Deutschland.” Nur noch revolutionärer würde jetzt wohl noch der erste Mann als Kanzlerin empfunden werden.

Nun ist Frau Dr. Merkel vereidigt und ich gratuliere von dieser Stelle Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel. Wenn Frau Kanzlerin Dr. Merkel bewegt ist, beginnt ihre Stimme zu zittern. Wenn ein Ex-Kanzler Schröder bewegt ist, brummt er. Das ist sicherlich ein Unterschied.

Als eines der ersten Ziele von zehn Zielen, die sich Frau Kanzlerin Merkel auf ihrer Website auf die Fahne schrieb ist:

10 Ziele

…für die es sich zu kämpfen lohnt

Konsequente Wirtschaftsförderung, insbesondere durch mittelstandsfreundliche Rahmenbedingungen und Investitionsanreize

[…]

Quelle: www.angela-merkel.de 10 Zile

Vielleicht sollte man an dieser Stelle noch einmal an die noch größere Zahl derer erinnern, die das K bestreiten: Kleinst- und Kleinunternehmer. Zum jetztigen Zeitpunkt gilt es die ersten 100 Tage abzuwarten. Und versprühen wir ein wenig Zweckoptimismus. Schließlich hat uns Frau Kanzlerin Merkel bereits eine Lehre auf den Weg gegeben: wenn man Rahmenbedingungen hat, die einem nicht schmecken, arbeitet man daran und man muss nicht immer alles allen an den Kopf knallen, was man gerade denkt. Ich übe mich hiermit einmal darin und gebe das, was auch Thorsten Westhoff der neuen Regierung mitgibt:

„Der Weisheit erster Schluss“

Positiv werteten auch die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) die Ergebnisse der Verhandlungen von CDU/CSU und SPD: „Deutschland muss endlich wieder regiert werden. Um das zu ermöglichen, reicht der Koalitionsvertrag erst einmal aus“, sagte Thorsten Westhoff, Bundesvorsitzender der WJD.

Er räumte auch Mängel des Vertrages ein, appellierte deshalb an die Deutschen, der Bundesregierung das für die Verbesserung nötige Vertrauen zu schenken:

„…natürlich ist dieses Papier nur der Weisheit erster Schluss. Das Entscheidende muss noch kommen – und wird auch kommen, wenn wir jetzt das nötige Vertrauen vorschießen.“

Quelle: Mittelstand direkt: Koalitionsvertrag: Wirtschaft vermisst Strukturreformen

In diesem Sinne und immerhin – eines hat Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel gezeigt: Durchsetzungsvermögen.

Nachtrag: Die politisch korrekte Anrede ist “Frau Bundeskanzlerin”, also in der weiblichen Flexion. Ob das auch für die Funktion an sich gilt, die im Allgemeinen eigentlich geschlechtslos ist? Ein Ehrenamt ist weder weiblich noch männlich. Aber stimmt schon: mit der Website “Bundeskanzler.de” ist das Kanzleramt (wenigstens ist das neutral :)) ein wenig in Verlegenheit geraten, wie Gerald Steffen treffend bemerkt.

Angelika Merkel oder wenn Frau Bundeskanzlerin mal nicht hinschaut

Ach herje, nur einen Moment hat sie nicht hingeschaut und nicht aufgepasst und schon heißt es Frau Bundeskanzlerin Angelika Merkel. Scharf beobachtet vom Wortfeld. :D

Wenn nur alle Fehler wie das “ik” zuviel so einfach korrigiert werden könnte, mag sich aktuell die Bundeskanzlerin denken. Das “ik” ist raus.


 
weitere Artikel zu:

Eintrag abgelegt unter: Allgemein,Politik

(Wer sagt es als erster?)

 

Was ist eigentlich ein KMU?

Eintrag abgelegt unter: Allgemein — von silkester um 10:17 am am

Es wäre nicht die EU und nicht Deutschland, gäbe es nicht für alles eine Norm.

  • Die Unternehmensgröße “kleinst”:
    Neun Mitarbeiter bei bis zu zwei Millionen Euro Umsatz bzw. Bilanzsumme.
  • Die Unternehmensgröße “klein”:
    Bis 49 Mitarbeiter bei bis zu zehn Millionen Euro Umsatz bzw. Bilanzsumme.
  • Unternehmensgröße “mittel”:
    Bis zu 249 Mitarbeiter bei bis zu 50 Millionen Euro Umsatz bzw. 43 Mio. Euro Bilanzsumme
  • … und alles danach ist groß.

Quelle: EU KMU-Definition

Diese Definition wird vor allen Dingen dann bedeutend, wenn man bei einem Antrag sein Häkchen setzen soll.


 
weitere Artikel zu:

Eintrag abgelegt unter: Allgemein

(Wer sagt es als erster?)

 

Ein Blog mit Aus- Ansichten auf Journalisten

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation — von silkester um 10:14 am am November 18, 2005

Interessante Beiträge auf Bloogle zum jonet-Tages 2005, der mit dem neuen Medium Blog viel Stärker den Journalisten hinter den Verlagen in das Bewusstsein rückt.

* Ich glaube nicht, dass Blogs eine zahnlose Aufsichtsbehörde wie den Presserat brauchen und ein Blog-Codex existiert und hat sich mehr oder minder auch bei den meisten ernst zu nehmenden Blogschreibern etabliert. Es sind in den meisten Bereichen Lex-Blogs, die sich aus der Erfahrung herauskritallisieren und Dinge, die von Bloggern kritisiert werden, tauchen sie in der Blogosphäre auf.

Links zum Blog-Codex: Blogethik-Diskussion vorbei? | Rebecca Blood on Weblog-Ethics (aus dem Jahr 2002) | Jonathon Delacour on Weblog Ethics | Voyeurismus der Weblogs | Blog-Ethik aus dem Blickwinkel der Selektion | What ethics should bloggers have ? | … und viele viele viele weitere Links zum Thema finden sich schnell im Netz.


 
weitere Artikel zu:

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation

(Wer sagt es als erster?)

 

Lesetipp für alle angehenden Business-Blogger und solche die es längst sind!

Eintrag abgelegt unter: Humor — von silkester um 10:11 am am

Im Werbeblogger gibt es in Reaktion auf die Lektüre von sogenannten (vermeinstlichen?) “Businessblogs” eine Liste der Does & Donts im Businessbloggen. Ein Tipp zum Gesundheitsheitswesen in Bezug auf die Galle der Alteingesessenen in Bloggersdorf:

Werbeblogger Andreas Rodenheber [_1_] [_2_] und die Fünf Does and Don’ts am Freitag.


 
weitere Artikel zu:

Eintrag abgelegt unter: Humor

(Wer sagt es als erster?)

 

Zack Zement — der Kollege nervt!

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation,Kooperation,Organisation — von silkester um 10:03 am am

Wer kennt das nicht, mehrere Mitarbeiter in der Zwangsgemeinschaft am Arbeitsplatz. Und schon beginnt der Zickenterror und wie auch immer diese kleinen Anfeindungen beim Herrn Kollegen heißen.

Wenn der Kollege nervt, hat das gleich mehrere Auswirkungen, zum einen die Unterbrechung:

  • Kollege A erzeugt eine Störung.
  • Kollege B konstatiert: “Das stört!”
  • Kollege B verliert für einen Moment den Faden.
  • Kollege B muss kurz neu ansetzen.

Zum anderen, wenn sich eine Störung an die andere reiht und es auffällig wird:

  • Kollege A erzeugt wieder eine Störung.
  • Kollege B konstatiert: “Er stört!”
  • Kollege B zieht wieder Zwischenbilanz,
    wie oft Kollege A ihn von der Arbeit abhält
  • Kollege B hat nun den Faden völlig verloren.
  • Kollege B sinniert noch, während er etwas länger neu ansetzt und
    während des Vorgangs, wie sehr Kollege A stört.

Die Situation beginnt zu eskalieren. Kollege B nimmt nun schon kleinste Regungen als Störungen war und mahnt deren Einstellung an:

  • Kollege A erzeugt nicht wirklich eine Störung.
  • Kollege B konstatiert: “Er stört ja immer!”
  • Kollege B mahnt mit dem Unterton des Vorwurfs,
    diese störende Gewohnheit abzustellen.
  • Kollege A wird unterbrochen.
    Kollege B erzeugt damit eine Störung.

Je häufig sich Kollege B beschwert und um eine Verhaltensänderung bittet, desto genervter ist Kollege A. Und da haben wir dann ein kleines Problem am Arbeitsplatz. Zwei Unverträglichkeiten, die auch schon einmal das ganze Team in Mitleidenschaft zieht. Unberücksichtigt bleibt, ob Kollege B nun überempfindlich oder Kollege A tatsächlich ein chronischer Störer ist. Das ist auch für die folgende Überlegung überhaupt nicht wichtig.

Viele Menschen sind am Arbeitsplatz darauf konditioniert ihre Arbeit mit tiefem Ernst zu machen und wollen dies bestmöglich erledigen. Da wir aber kaum Arbeitsroboter wie in Fritz Langs Metropolis sind, müssen wir mit Kollegen auf einer anderne Ebene als der Arbeit sozial interagieren, damit das Betriebsklima stimmt. Und der Informationsfluß unter den Kollegen gepflegt wird. Also der Flurfunk dem Informationsmanagement dient und nicht dem häßlichen Kollegenratsch.

Dies schafft man, in dem man genau diese Falle, in die wir immer wieder tappen, uns bewusst machen und gemeinsam einen besseren Umgang untereinander und innere Gelassenheit trainieren. Ob dies mit einem Coach oder in Theater-Worshops geschieht, ist dabei, denke ich, zweitrangig. Dass es dem Unternehmen etwas bringt, lässt sich von den Aussagen von Prof. Götz W. Werner, geschäftsführender Gesellschafter der dm-Märkte, auf der Firmeneigenen Homepage ableiten:

Das gute Ergebnis des Servicebarometers zeigt, dass auch die Kunden etwas davon haben, wenn sich die Menschen bei dm sowohl mit sich selbst als auch verantwortungsbewusst mit ihren Aufgaben, die bei uns immer kundenorientiert sind, auseinander setzen können.

Nach diesen guten Erfahrungen, die wir mit der Implementierung von kultureller Bildung im Innenverhältnis gemacht haben, haben wir jetzt zwei weitere Initiativen gestartet. Bei den Flutkatastrophen an der Elbe und im Indischen Ozean wurde deutlich, dass die Mitarbeiter eine große Bereitschaft zeigen, sich im Namen von dm sozial zu engagieren. Die Bereitschaft, ein Stück Arbeit zu leisten, um in der Gesellschaft positiv zu wirken, ist da.

Quelle: Positiv nach innen und nach außen wirken

Übrigens nicht nur für diese kleine Alltagssituation, von dem Teamleiter ein Leid, pardon, ein Lied singen können.


 
weitere Artikel zu:

Eintrag abgelegt unter: Kommunikation,Kooperation,Organisation

(Wer sagt es als erster?)

 

« Vorherige SeiteNächste Seite »